27.05.2014 | 21:15:00 | ID: 17831 | Ressort: Landwirtschaft | Markt & Trends

Landwirtschaftsminister Habeck besucht Nordbauern: „Die Verbraucher wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Das ist die Chance für Direktvermarktung“

Kiel (agrar-PR) -

„Aus der Region für die Region“ – Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck sieht in der Direktvermarktung gute Chancen für Landwirte, sich ein zweites Standbein aufzubauen. Beim Besuch dreier Betriebe der Nordbauern Schleswig-Holstein e.V sagte er heute (27.

Mai 2014): „Verbraucherinnen und Verbraucher setzen immer stärker auf regionale Produkte: Sie wollen die Produzenten möglichst kennen und die Produktionsbedingungen nachvollziehen können.“

 

Hier setze die Direktvermarktung an, sagte Habeck weiter. „Im Trend zur Direktvermarktung äußert sich auch eine Art gestiegenes Heimatbewusstsein als Gegenbewegung zur Entfremdung zwischen Verbrauchern und Produzenten.

Direktvermarktende Betriebe mit ihrem individuellen Sortiment genießen ein hohes Vertrauen bei Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Außerdem schonten sie dank kurzer Transportwege das Klima und hielten zugleich die Wertschöpfung in Schleswig-Holstein, betonte der Minister. „Spannend ist zu beobachten, dass neue Kooperationsformen zwischen ländlichem Raum und städtischen Ballungszentren entstehen. Hier eröffnen sich neue Absatzchancen“.

 

Landwirtschaftliche Betriebe hatten sich 2013 zu den „Nordbauern Schleswig-Holstein e.V.“ zusammengeschlossen. Sie wollen die Vernetzung zwischen Erzeugern, Handel und Verbrauchern fördern und über den Weg der Direktvermarktung frische und hochwertige Lebensmittel aus der Region in Zukunft noch besser vertreiben. Die Nordbauern bieten eine große Vielfalt regional erzeugter Produkte an, die der Minister während seiner Besuche des Dingholzer Hofkiosks, des Hofladens Pageroe und des Himbeerhofes Steinwehr kennenlernen konnte.

 

In Dingholz (Kreis Schleswig-Flensburg) betreibt die Familie Nissen in der fünften Generation einen Familienbetrieb. Der Betrieb hat 7000 Legehennenplätze. Außerdem baut die Familie Kartoffeln an. Auf dem Hof Pageroe (Kreis Schleswig-Flensburg) züchtet Familie Prahl Angler Sattelschweine und vertreibt im Hofladen das verarbeitete Fleisch. Das Angler Sattelschwein, zur Mitte des letzten Jahrhunderts in Schleswig-Holstein weit verbreitet, verlor jedoch zunehmend an Bedeutung und war schließlich um 1990 nahezu ausgestorben. 1992 konnten 50 Sauen und vier Eber mit Unterstützung der Landesregierung von einem Betrieb in Sachsen erworben werden, die als Grundlage für den Neubeginn der Sattelschweinzucht in Schleswig-Holstein dienten.

 

Auf dem Himbeerhof Steinwehr (Kreis Rendsburg-Eckernförde) hat vor dem Besuch von Minister Habeck die Erdbeersaison begonnen. Daneben werden auf dem Gut Steinwehr auf 27 Hektar rote und schwarze Johannisbeeren sowie Himbeeren angebaut. Zudem leben ganzjährig rund 70 Bienenvölker auf dem Gut, deren Honig ebenfalls direkt vor Ort vermarktet wird. Dass die Direktvermarktung auf dem Himbeerhof Steinwehr erfolgreich angelaufen ist, wird an den rund 10.000 Kunden deutlich, die im Laufe des Sommers in Selbstpflücke die Beeren ernten.

 

Die Landwirtschaftskammer schätzt, dass es 800 bis 1000 direktvermarktende Betriebe in Schleswig-Holstein gibt. Die Zahl der Direktvermarkter, die sich vollständig auf diesen Vermarktungsweg spezialisiert haben, dürfte bei 50 Betrieben liegen.


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