07.01.2010 | 00:00:00 | ID: 4389 | Ressort: Landwirtschaft | Medien

Auch in der Krise erfolgreich

Berlin (agrar-PR) - Rentenbankchef im Interview mit der Deutschen Bauern Korrespondenz
„Landwirtschaft ist die Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts. Daran ändert auch die aktuelle Krise nichts.“ Dies betonte Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank, im „Aktuellen Interview“ mit der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk) in der aktuellen Januarausgabe 2010 im Rahmen des Schwerpunktes „Perspektiven der Agrarmärkte 2010“. Die Deutsche Bauern Korrespondenz dbk ist die Monatsschrift des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Der weltweite Kalorienbedarf wachse so rasant, dass Wissenschaftler die Notwendigkeit einer Verdoppelung der Agrarproduktion bis zum Jahre 2050 prognostizierten. Gleichzeitig dürfe die Wirkung volatiler Märkte aber nicht unterschätzt werden und bestehende Instrumente zum Risiko- und Liquiditätsmanagement müssten weiter verbessert werden, mahnte Dahmen. Die Banken hätten erkannt, dass die Land- und Ernährungswirtschaft eine Zukunftsbranche mit großen Wachstumspotentialen sei und deshalb eine interessante Zielgruppe für Kreditinstitute darstelle. So gebe es in der Landwirtschaft derzeit auch keine Anzeichen für eine Kreditklemme. Zudem spreche Vieles dafür, dass der steigende Bankenwettbewerb auch weiterhin eine bedarfsgerechte Kreditversorgung sichern werde. „Insofern sollten wir uns davor hüten“, so Dahmen, „eine Kreditklemme herbeizureden.“
 
Der Rentenbank sei es zu allen Zeiten der Finanzkrise gelungen, attraktive Zinssätze zu garantieren. „Die Rentenbank-Kondition war und ist die Benchmark im Agrarkreditgeschäft“, betonte der Finanzmarktexperte im Gespräch mit der dbk. Mit dem „Konjunkturpaket Agribusiness“ habe die Rentenbank Umschuldungen und Anschlussfinanzierungen für bereits getätigte Investitionen unterstützt. Dieses Angebot werde auch im Jahr 2010 fortgeführt. Ebenso verwies Dahmen auf die Liquiditätshilfe-Darlehen, „die wir gemeinsam mit Bund, Ländern und Hausbanken realisiert haben“.
 
 
Für die Pläne der Rentenbank, sich künftig stärker als Finanzierer im Agribusiness zu engagieren, ist nach Ansicht von Dahmen die Bedeutung einer starken Ernährungswirtschaft für die deutsche Landwirtschaft - und umgekehrt - ausschlaggebend. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und damit verbundenen veränderten Essgewohnheiten in Deutschland und weiten Teilen Europas müsse klar sein, dass die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft im Inland nur geringe Wachstumsraten verzeichne. Dagegen lägen in Asien oder auch Osteuropa neue stark wachsende Absatzmärkte. Die Exportquote liege bereits bei 20 Prozent, Tendenz steigend, so Dahmen. Um von den Auslandsmärkten zu profitieren, brauche die Landwirtschaft eine leistungsstarke und innovative Ernährungswirtschaft. Hier läge ein enormes Potential, da die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft mit den weltweit höchsten Umwelt- und Verbraucherstandards einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil habe.
 
Die dbk analysiert aktuelle und überregionale agrarpolitische Themen für die ehren- und hauptamtlichen Mandatsträger des DBV. Die Zeitschrift erscheint monatlich und kann gegen eine Jahresgebühr von 33,50 Euro, inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer, bei m.steinmetzer@bauernverband.net, Fax. 030-31904-431 abonniert werden.
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