30.08.2022 | 11:42:00 | ID: 33931 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

2022 unterdurchschnittliche Getreideernte aber gute Winterrapsernte in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale) (agrar-PR) - Nach aktuellen Angaben ernteten die Landwirte 2022 in Sachsen-Anhalt 3,29 Mill. t Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) und 0,49 Mill. t Winterraps.
Damit wurden laut vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes 0,9 % weniger Getreide, aber 11,0 % mehr Winterraps eingefahren als im Erntejahr 2021. Der Hektarertrag bei Getreide verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 63,7 dt/ha. Dagegen erhöhte sich dieser beim Winterraps um 6,0 % auf 38,2 dt/ha.

Landesweit betrug die Ackerfläche zur Ernte 2022 bei Getreide 517.100 ha und bei Winterraps 127.200 ha. Brotgetreide (Winterweizen und Winterroggen) hatte einen Zuwachs in der Anbaufläche um 3,3 % zu 2021 auf 388.200 ha. Trotzdem sank die Erntemenge um 3,1 % auf 2,40 Mill. t.

Winterweizen war mit einer Anbaufläche von 308.700 ha nach wie vor die mit Abstand wichtigste Acker- und Getreidekultur (2021: 297.200 ha) in Sachsen-Anhalt. Die Erntemenge (2,07 Mill. t) hatte einen Anteil von 62,9 % an der gesamten Getreideernte. Dennoch wurden 2,8 % weniger Erntemenge gegenüber dem Vorjahr und 6,9 % weniger im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (2016/21) eingefahren. Der Hektarertrag lag mit 67,1 dt/ha um 6,5 % unter dem Vorjahresertrag.

Bei Winterroggen war die Anbaufläche um 7,3 % geringer als 2021 (62.900 ha). Zusätzlich sank der Hektarertrag gegenüber 2021 um 5,5 % auf 40,2 dt/ha (2021: 42,5 dt/ha). Beim Futtergetreide (Gerste, Hafer, Sommermenggetreide und Triticale) konnte ein Zuwachs der Erntemenge um 5,5 % auf 0,89 Mill t (2021: 0,85 Mill. t) verzeichnet werden. Den Hauptanteil an der Steigerung hatte Gerste mit 13,4 % (0,79 Mill. t) gegenüber dem langjährigen Durchschnitt (2016/21) von 0,70 Mill. t.

Das Erntejahr 2022 war im Frühjahr geprägt durch starke Niederschlagsdefizite und den Auswirkungen der Trockenheit in den Jahren 2017 bis 2021. Daraus ergibt sich ein Defizit an bodennahem Grundwasser. Folge ist die beginnende Versteppung besonders von leichten Böden in der Altmark und in Anhalt.
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