07.01.2015 | 18:20:00 | ID: 19465 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Abschlussbericht "Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung 2014" erschienen

Schwerin (agrar-PR) - Seit 1991 wird in Mecklenburg-Vorpommern die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung bei Getreide, Raps und Kartoffeln durchgeführt.
Die benötigten Informationen werden durch die Auswertung von Volldruschen bzw. Proberodungen gewonnen. Die Auswahl der Felder erfolgt nach einem Stichprobenverfahren.

„Wir wollen mit dem Bericht den Landwirten sowie der interessierten Öffentlichkeit eine Übersicht über die Ernte im vergangenen Jahr geben, um Rückschlüsse für die kommende Saison ziehen zu können und um die Leistung der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Vergleich zu den Vorjahren sowie zu Gesamtdeutschland zu sehen.

Eins wird dabei ganz klar: unsere Landwirte verstehen ihr Handwerk und verdienen höchste Anerkennung für ihre Leistungen im vergangenen Jahr. Schließlich ist die Landwirtschaft zusammen mit der Ernährungswirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig in unserem Land“, kommentierte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Ergebnisse des Berichts.

Zu einigen Ergebnissen des BEE- Abschlussberichtes:

Das Vegetationsjahr 2013/2014 war im Hinblick auf den Witterungsverlauf für viele Kulturarten optimal. Die Bedingungen bei der Getreideaussaat waren günstig und eine lange Wachstumsphase ließen die gut bestockten Bestände in den Winter gehen. Der milde Winter ließ die Vegetation kurzfristig zum Stillstand bringen. Wenige Frostnächte Ende Januar führten bei einigen Winterweizensorten zu Auswinterungsschäden.

Der zeitige Vegetationsbeginn und überwiegend sehr günstige Wachstumsbedingungen ohne Spätfröste kompensierten diese Schwierigkeiten. Das Jahr 2014 ist dadurch im Landesdurchschnitt ein extrem ertragsstarkes Jahr. Die äußere Qualität des Erntegutes ist überwiegend gut bis sehr gut, allerdings schwankt der Proteingehalt sehr und ist häufig unterdurchschnittlich.

Bei Raps herrschten auf Grund von Trockenheit erschwerte Aussaatbedingungen. Günstige Witterungsverhältnisse förderten eine gute Herbstentwicklung. Eine kurze Vegetationsruhe und ein verfrühter Vegetationsbeginn waren 2014 zu beobachten. Auswinterungsschäden gab es nur vereinzelt. Warme Witterungsbedingungen ab Ende Juli beschleunigten die Abreife und ermöglichten gute Erntebedingungen. Auch bei Winterraps wurden landesweit hohe Erträge mit guten bis sehr guten Ölgehalten erreicht.

Bei Getreide lagen die Hektarerträge 7 Prozent und bei Raps 8 Prozent über denen des Vorjahres. Im Jahr 2014 steht somit eine um 403.000 t höhere Erntemenge zur Verfügung.

Wie in den Vorjahren dominierte der Anbau von Getreide (insbesondere Winterweizen) und Winterraps in Mecklenburg-Vorpommern. Der Anteil der Mähdruschfrüchte beträgt 76 Prozent an der Ackerfläche.Im Vergleich zu Deutschland ist die Anbaufläche für Ölfrüchte (23 Prozent Mecklenburg-Vorpommern, 12 Prozent Deutschland) wesentlich größer, für Futterpflanzen aufgrund des geringeren Viehbesatzes kleiner (19 Prozent Mecklenburg-Vorpommern, 24 Prozent Deutschland).

Hintergrund:

Zum Ende einer jeden Saison wird ein Abschlussbericht durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz und das Statistische Amt MV herausgegeben. Seit 2004 erfolgt die Veröffentlichung des Berichtes ausschließlich über die Homepage des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV. Dort ist der Bericht unter der Rubrik ‚Publikationen‘ zu finden.

Der Abschlussbericht beinhaltet neben den Daten zu den Anbauflächen und Erträgen wichtiger Feldfrüchte Angaben zur Qualität der Weizen- und Roggenernte. Außerdem erfolgt eine Auswertung zur Sortenentwicklung bei Mähdruschfrüchten und Kartoffeln. Darüber hinaus werden die Verteilung der Vorfrüchte und der vorgesehene Verwendungszweck für die BEE-Kulturen ausgewertet. Der Ergebnisdarstellung vorangestellt ist eine Beschreibung des Witterungsverlaufes und der Besonderheiten zur Vegetation des Jahres 2013/2014. (regierung-mv)
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