25.03.2009 | 14:49:00 | ID: 101 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Frühlingserwachen in der Genbank

Wien (agrar-PR) - Viele landwirtschaftliche Pflanzenarten trotzen der Kälte und sprießen bereits
Meteorologisch und astronomisch ist der Frühling zwar schon da - viel gemerkt hat man davon allerdings noch nicht. Zumindest nicht wir Menschen. Viele Pflanzen entwickeln ihre Aktivität schon bei 7° bis 9°C. In der AGES, wo im Rahmen des landwirtschaftlichen Versuchswesen und der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen verschiedenste Kulturarten angebaut werden, kann man das Erwachen der Natur verfolgen: Hier sprießen das bereits im Herbst angebaute Wintergetreide und Schneeglöckchen nebeneinander; auch Huflattich, Schneerose  und Erika stehen in der AGES-Genbank in Blüte.


Ein Lager für tausende Pflanzenarten

In der AGES-Genbank lagern rund 5000 Muster von landwirtschaftlich genutzten Pflanzenarten – die meisten als Samen bei Temperaturen von -20°C, Gewürz- und Heilkräuter bzw. Gemüse auch in extra angelegten Parzellen. Sie bilden einen wesentlichen Bestandteil des österreichischen Beitrags zum Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Im Rahmen dieses Vertrags der Welternährungsorganisation FAO nimmt auch Österreich am erleichterten Austausch von Pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft teil.

Die Evolution hat eine Vielfalt von Arten und Formen von Pflanzen hervorgebracht. Von den tausenden Pflanzenarten wird aber nur eine begrenzte Anzahl landwirtschaftlich genutzt. Der Mensch hat durch Auslese und Züchtung bestimmte Formen und Typen für die Deckung seiner Bedürfnisse verändert, so die Pflanzenzüchtung begründet und die Vielfalt innerhalb der Arten vergrößert. Aus der Erhaltung der verschienen genetischen Informationen können diese insbesondere in der Pflanzenzüchtung für die Weiterentwicklung verwendet werden. Aber auch die Nutzung von bereits vorhandenen Sorten ist durch die Erhaltung gewährleistet.


Erste Informationen über die Sortenprüfung

Bei den landwirtschaftlichen Arten beginnt das im Herbst angebaute Wintergetreide wieder zu sprießen. Das nun angebaute oder anzubauende Sommergetreide beginnt bereits bei einer Temperatur von 8 °C zu keimen. Bei Bäumen und Sträuchern erwachen die bereits im Herbst angesetzten Knospen und werden zu Blättern und Trieben. Nur wenige Kulturen, welche wärmere Bedingungen für den Start benötigen, wie z. B. Kartoffel, Mais, Sonnenblume oder Ackerbohne, werden später angebaut.
Nach der Schneeschmelze bzw. am Beginn der Vegetationsperiode können schon erste Erkenntnisse über die Auswirkungen des Winters auf die Kulturen bzw. über die Widerstandsfähigkeit der Sorten oder Zuchtstämme gewonnen werden. Mit dem Beginn der Vegetationsperiode beginnt damit nicht nur die Betreuung der Kulturen, sondern auch deren Beurteilung in den verschiedenen Prüfverfahren in der AGES bei der Sortenprüfung.

AGES: Schutz für Mensch, Tier und Pflanze

Die AGES nimmt im Auftrag der Republik Österreich vielfältige Aufgaben auf dem Gebiet der Gesundheit und Ernährungssicherheit wahr. Ihr Ziel: weniger Menschen, Tiere und Pflanzen werden krank. Dazu arbeiten sieben strategische Bereiche – Landwirtschaft, Lebensmitteluntersuchung, Veterinärmedizin, Humanmedizin, PharmMed, Kompetenzzentren und Risikobewertung − interdisziplinär zusammen. In 42 Instituten und Kompetenzzentren untersuchen, begutachten und kontrollieren 1400 ExpertInnen u. a. Saatgut, Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Infektionskrankheiten.

Aktuelle Informationen können sie auch über den AGES-Newsticker beziehen.
Pressekontakt
Frau Dr. Ingrid Kiefer
Telefon: +43 (0)505 - 5525000
E-Mail: ingrid.kiefer@ages.at
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Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES)
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Calluna vulgaris (Erika)
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Agrimona pilosa (Behaarter Odermenning)
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