23.03.2012 | 08:15:00 | ID: 12496 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Frostschäden erfordern eine zweite Aussaat

Hannover (agrar-PR) - Mit einem etwas umfangreicheren Programm als zunächst geplant haben Niedersachsens Landwirte die Frühjahrsbestellung begonnen.
Die kalten Frostnächte Anfang Februar haben landesweit zu Auswinterungsschäden geführt. Das Ausmaß kann nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes noch nicht detailliert abgeschätzt werden.

Deutliche Frostschäden melden die Landwirte aber nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen aus den südniedersächsischen Börderegionen sowie auch dem Nordosten des Landes. Größere Schäden gab es überall dort, wo eine, wenn auch nur dünne, schützende Schneedecke fehlte.

Bei dem besonders anfälligen Winterweizen gab es die meisten Ausfälle, der Winterraps dagegen treibt nach den ersten milden Frühlingstemperaturen fast überall wieder aus. Einige Verzögerungen im Wachstum müssen die Pflanzen aber nun ausgleichen, Unterstützung dazu bietet eine bedarfsgerechte Düngung.

Schwierig gestaltet sich allerdings die Suche nach Alternativen für die ausgewinterten Flächen, da Saatgut für Sommergetreide nur begrenzt zur Verfügung steht und fast überall ausverkauft ist. Das erste Sommergetreide wurde bereits gedrillt.

Auf vielen Flächen, die nach dem Spätfrost eine erneute Aussaat erfordern, dürfte die Wahl schließlich auf Mais fallen. Seine vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten lassen den Landwirten alle Optionen offen. Schon im vergangenen Jahr hat der Mais nach der ausgeprägten Trockenphase im Frühsommer und den ergiebigen Niederschlägen im Sommer die Getreidebilanz „gerettet" und so manchen Futterengpass verhindert.

Die Erträge bei Körnermais haben 2011 die Landwirte positiv überrascht und in mehreren Bundesländern die bisherige „Schallgrenze" von 100 Dezitonnen je Hektar überschritten. (LPD)
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Landvolk Niedersachsen - Landesbauernverband e.V.
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