25.08.2015 | 14:10:00 | ID: 20921 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Gute Getreide- und Rapsernte trotz Trockenheit

Bad Ems (agrar-PR) - Mehr als die Hälfte der Getreideernte entfällt auf Winterweizen
Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr knapp 1,6 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr, in dem eine gute Ernte eingebracht wurde, eine Zunahme von über vier Prozent dar. Das Ergebnis liegt gut acht Prozent über dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre.

Der durchschnittliche Getreideertrag wird rund 6,8 Tonnen je Hektar betragen, im vergangenen Jahr waren es 6,6 Tonnen. Damit haben sich die Befürchtungen, dass die seit Februar unterdurchschnittlichen Niederschläge zu großflächigen Ernteausfällen bei Getreide führen, nicht bestätigt. Aufgrund der Trockenheit in den vergangenen Wochen konnte die Getreide- und Winterrapsernte in vielen Landesteilen abgeschlossen werden.

Die Erntemenge von Winterraps (173.800 Tonnen) wird das Vorjahresergebnis um knapp elf Prozent unterschreiten. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnittswert bedeutet diese Erntemenge aber dennoch einen Zuwachs von gut fünf Prozent. Der Hektarertrag liegt mit 4,0 Tonnen unter dem Vorjahreswert von 4,3 Tonnen (minus acht Prozent).

Getreide wurde 2015 auf 233.600 Hektar und Winterraps auf 43.900 Hektar angebaut. Während die Anbaufläche für Getreide etwa auf dem Vorjahresniveau liegt, wurde der Winterrapsanbau um drei Prozent eingeschränkt.

Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 115.100 Hektar angebaut wurde. Der Hektarertrag liegt mit 7,4 Tonnen fast drei Prozent über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem langjährigen Durchschnittsertrag (7,0 Tonnen je Hektar) beträgt der Zuwachs fast sechs Prozent. Die erwartete Erntemenge liegt bei 854.500 Tonnen. Damit entfallen über 53 Prozent der Getreideernte auf Winterweizen.

Sommergerste, die im rheinland-pfälzischen Getreideanbau mit 42.400 Hektar eine größere Bedeutung hat, liegt mit 5,6 Tonnen je Hektar auf dem Niveau des Vorjahres. Die Erntemenge (235.900 Hektar) erreicht auf Grund der etwas geringen Anbaufläche nicht den Vorjahreswert. Wintergerste verzeichnet mit 37.200 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um fünf Prozent.

Der Ertrag beträgt 7,2 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um 17 Prozent übertreffen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Zuwachs elf Prozent. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 268.200 Tonnen. (statistik-rlp)
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Getreide- und Winterrapsernte 2014 und 2015
Getreide- und Winterrapsernte 2014 und 2015
Quelle: statistik-rlp
Hektarerträge 2014 und 2015
Hektarerträge 2014 und 2015
Quelle: statistik-rlp


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