19.05.2020 | 11:22:00 | ID: 28796 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Weniger Wintergetreide und deutlich mehr Hafer in Brandenburg

Potsdam (agrar-PR) - Nach einer ersten Schätzung der Ernte- und Betriebsberichterstatter wächst in Brandenburg zur Ernte 2020 Getreide auf einer Fläche von 514.000 Hektar. Die Anbaufläche nahm gegenüber dem Vorjahr um 23.900 Hektar bzw. 4 Prozent ab, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.
Obwohl sich die Anbaufläche hierfür im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 175.600 Hektar verringerte, bleibt Roggen die anbaustärkste Getreideart in Brandenburg.

Die mit Winterweizen bestellte Fläche nahm um fast 7 Prozent auf 163.700 Hektar ab. Letztmals wurde im Jahr 2014 noch weniger Winterweizen angebaut. Dagegen erhöhte sich die Anbaufläche von Sommerweizen um 700 Hektar. Die diesjährige Ernte erfolgt auf 3.100 Hektar.

Der Anbauumfang von Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen) ging gegenüber 2019 um mehr als 8 Prozent auf 32.400 Hektar zurück. Mit einem Minus von 5 Prozent ist der Anbau von Gerste ebenfalls rückläufig. Trotz des Rückgangs der Fläche von Wintergerste um 4.800 Hektar auf 96.400 Hektar ist das immer noch die zweitgrößte Anbaufläche seit 1991. Die Fläche für Sommergerste blieb mit 5.000 Hektar nahezu unverändert. Beim Hafer kam es zu einer deutlichen Anbauausdehnung um 17 Prozent. Dieses Sommergetreide steht auf 17.700 Hektar. Im Vergleich zum mehrjährigen Mittel (2014 bis 2019) entspricht das sogar einer Erhöhung um 24 Prozent. Zuletzt wurde im Jahr 2004 mehr Hafer angebaut.

Nach dem starken Anbaurückgang von Winterraps im letzten Jahr vergrößerte sich die Fläche gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf 79.900 Hektar. Im Vergleich zum mehrjährigen Mittel (2014 bis 2019) ist das jedoch ein Rückgang um ein Drittel. Seit 2017 erhöht sich die Maisanbaufläche (Körner- und Silomais). In diesem Jahr werden mit 235.000 Hektar fast 3 Prozent mehr angebaut als 2019.

Beim Kartoffelanbau ist eine Steigerung um fast 5 Prozent auf 11.600 Hektar zu vermelden.
Zuckerrüben werden 2020 voraussichtlich von 7.300 Hektar gerodet. Das ist ein Rückgang um fast 2 Prozent. Der Anbau von Futtererbsen erhöhte sich um fast 14 Prozent auf 9.900 Hektar. Dagegen verringerte sich die Fläche der Süßlupinen um 16 Prozent auf nur noch  200 Hektar.

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