01.04.2011 | 13:55:00 | ID: 8917 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Zuckerrübenaussaat ist in vollem Gange

Hannover (agrar-PR) - Im Märzen der Bauer, die Rösslein anspannt – dieses Sprichwort gilt immer noch, auch wenn die Landwirte mittlerweile nicht mehr mit Pferden auf den Acker fahren.
Dünger streuen, Kartoffeln legen und Weiden herrichten sind für die Landwirte die ersten Arbeiten im Jahr. In diesem Jahr gehört auch die Zuckerrübenaussaat dazu, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Durch die trockene und warme Witterung sind in den meisten Gebieten Niedersachsens bereits bis zu 70 Prozent der Fläche bestellt - so früh wie seit Jahren nicht mehr. Nun hoffen die Zuckerrübenanbauer neben warmen Temperaturen auch auf Regen, der die kleinen runden Aussaatpillen zum Keimen bringt. Sobald die Blätter der kleinen Pflanzen aus der Erde schauen, schaden ihnen zudem eventuelle Nachtfröste. Es wäre nicht das erste Mal, das früh gedrillte Rüben zweimal in die Erde gebracht werden müssten.

Die Anbaufläche in Niedersachsen ist nach Angaben der Nordzucker gestiegen, weil die Abnahmeverträge für Industrierüben sehr stark in Anspruch genommen wurden. Diese Rüben dürfen über die Quote hinaus angebaut werden, weil sie nicht zur Herstellung von Lebensmitteln und Getränken verwendet werden. Zucker wird unter anderem verstärkt im Pharmabereich, für die Ethanolherstellung aber auch in Biogasanlagen verwertet. Durch die große Anzahl von Biogasanlagen im nordwestlichen Niedersachsen will die Nordzucker 2011 die Substratvermarktung dort etablieren. Ab 2012 soll ein flächendeckendes Angebot im gesamten Rübeneinzugsgebiet erfolgen. Um die zur Versorgung dieses neuen Marktes benötigten zusätzlichen Rübenmengen sicherzustellen, haben Nordzucker und der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer unter anderem über die Frachtkosten neu verhandelt. Dadurch lohnt sich der Rübenanbau auch für Landwirte, die nicht in unmittelbarer Nähe einer Zuckerfabrik wirtschaften. Zudem können sich die Anbauer zwischen zwei Preismodellen entscheiden: dem Festpreis und dem Vario-Preis, der sich an der Raps-/Weizen-Notierung orientiert. (LPD)
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