22.05.2009 | 00:00:00 | ID: 652 | Ressort: Landwirtschaft | Tier

Auszeichnungen für Tierzüchter, Jungzüchter und Saatbaubetriebe

Paaren/Glien (agrar-PR) - Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) zeichnet heute (22. Mai) um 10.40 Uhr Tierzüchter, Jungzüchter und die Sieger im Wettbewerb um den besten Saatbaubetrieb des Landes Brandenburg auf der BraLa 2009 aus. Woidke: „Es ist zu einer guten Tradition geworden, dass Tierzüchter und Saatbaubetriebe für herausragende Leistungen auf der BraLa geehrt werden.“
Tierzuchtpreis

In Würdigung hervorragender persönlicher Leistungen und besonderer langjähriger Verdienste auf dem Gebiet der Tierzucht und der tierischen Erzeugung vergibt das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium als höchste Auszeichnung den Tierzuchtpreis. Die Brandenburger Tierzüchter haben in den zurückliegenden 20 Jahren viel erreicht. Eine kaum vorhersehbare positive Leistungsentwicklung hat sich bei allen Tierarten vollzogen, die deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt. Diese Entwicklung lässt trotz der aktuellen Lage optimistisch in die Zukunft blicken. Woidke: „Die Tierzüchter, die heute mit dem Tierzuchtpreis ausgezeichnet werden, haben zur positiven Entwicklung der Tierzucht im Land Brandenburg ganz entscheidend beigetragen.“

Mit dem Tierzuchtpreis, bestehend aus einer Medaille und einer Ehrennadel aus 333er Gold, werden Gunda Jung, Hellmuth Riestock, Volkmar und Heike Schadock ausgezeichnet.

Gunda Jung

Schäfermeisterin Jung hat in der MILGETA Vierraden eine sehr leistungsfähige Mutterschafherde von 950 Tieren aufgebaut und setzt sich mit bemerkenswerten Engagement für den Erhalt der Rassen „Rauhwolliges Pommersches Landschaf“ und „Merinofleischschaf“ ein. Mit ihren Zuchttieren beteiligt sich Jung äußerst erfolgreich an regionalen und überregionalen Tierschauen. Die Erfolge ihrer Lehrlinge in Jungzüchterwettbewerben verdeutlichen ihre hervorragende Arbeit als Lehrmeisterin. Als Zuchtwart gestaltet sie aktiv das Zuchtprogramm des Schafzuchtverbandes Berlin/Brandenburg mit.

Hellmuth Riestock

Hellmuth Riestock aus Tarmow hat große Verdienste an der erfolgreichen Entwicklung der Rinderzucht im Land Brandenburg. In einer Vielzahl ehrenamtlicher Tätigkeiten setzt er sich mit großem Engagement für seine Berufskollegen ein, zeigt dabei Fachkenntnis, Weitblick und Zielstrebigkeit. Kämpferisch und sachlich vertritt er die Interessen der Rinderzüchter und Rinderproduzenten. Seit Jahren ist die Agrar GmbH Fehrbellin mit einer aktuellen Jahresleistung von 10.214 Milch-Kilogramm unter den besten Betrieben des Rinderzuchtverbandes. Mit seinen Betrieben setzt er Maßstäbe im Futterbau, Stallumbau, in der Melktechnik, mit der Biogasanlage sowie der Vermarktung von Rindfleisch aus eigener Produktion. Vorbildwirkung und Uneigennützigkeit zeichnen Riestock aus. Über die Landesgrenzen hinaus wird seine Meinung geschätzt und anerkannt.

Volkmar und Heike Schadock

Volkmar und Heike Schadock gehören zu den engagiertesten und erfolgreichsten Pferdezüchtern und Privathengsthaltern des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt. Familie Schadock züchtet mit 13 eingetragenen Stuten und stellte den Züchtern bisher sieben gekörte Hengste zur Verfügung. Volkmar Schadock stellt seine Hengste und dessen Nachkommen im Springsport bis zur schweren Klasse selbst vor und war in den Jahren 2005 und 2006 Landesmeister von Berlin-Brandenburg. Heike Schadock kann Erfolge in Reitpferde- und Dressurprüfungen bis zur mittelschweren Klasse vorweisen und hat sich sehr erfolgreich der Dressurpferdezucht verschrieben. Mit einer ausgezeichneten Kombination aus züchterischem und sportlichem Engagement demonstrieren Volkmar und Heike Schadock erfolgreich die Einheit von Pferdezucht und Pferdesport. Sie haben ihren Heimatort Wehnsdorf zu einem Dreh- und Angelpunkt in der brandenburgischen Pferdeszene werden lassen, mit einer Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus. Der ganz große Erfolg gelang der Familie Schadock zur Hauptkörung im November 2008. Hier konnte der von ihnen dressurbetont gezogene Hengst Sir Lausitz von Samba Ole – Donnerschwee unangefochten den Siegertitel erringen.

Jungzüchterpreis

Neben dem Tierzuchtpreis wird heute zum zweiten Mal der Jungzüchterpreis für hervorragende tierzüchterische Leistungen vergeben. Die Förderung des Berufsnachwuchses ist ein besonderes Anliegen. Den Jungzüchterpreis auf Vorschlag des Rinderzuchtverbandes Berlin-Brandenburg eG erhält Jessica Wolff.

Jessica Wolf

Jessica Wolf ist 24 Jahre alt und absolviert als gelernte Landwirtin derzeit eine Ausbildung zur Technikerin an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Freiberg-Zug. Seit 2003 ist sie Mitglied im Brandenburger Jungzüchterverein e.V. und engagiert sich rasseübergreifend im Milch- und Fleischrindbereich. Sie zeichnet sich durch aktive Teilnahme an Tierschauen und Jungzüchterveranstaltungen, wie Trainingslager und Richterschulungen, aus. Mit ihrem Engagement, dem großen züchterischen Interesse, ihren zahlreichen Schauerfolgen sowie der Bereitschaft andere Jugendliche mit ihrer Begeisterung für die Rinderzucht anzustecken, leistet Wolff einen wertvollen Beitrag für die Nachwuchsgewinnung in der Rinderproduktion. Seit Ende 2005 ist Wolff im Vorstand des Brandenburger Jungzüchtervereins e.V. aktiv.

Ausgezeichneter Saatbaubetrieb

Der Wettbewerb „Ausgezeichneter Saatbaubetrieb des Landes Brandenburg“ begeht ein Jubiläum. Die Verleihung des Titels wird in diesem Jahr zum 10. Mal vorgenommen. Seit 2000 konnten 25 Betriebe mit diesem Titel geehrt werden. Woidke: „Ziel dieses Wettbewerbs ist, Betriebe auszuzeichnen, die im anspruchsvollen Produktionszweig der Saatgutvermehrung tätig sind, seit Jahren qualitativ hochwertiges Saatgut produzieren und dieses dem Handel in einheitlichen Partien zur Verfügung stellen.“

Züchtungsfortschritt ist nur über den Saat- und Pflanzgutwechsel zu realisieren. Die Saatbaubetriebe tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, die im Ergebnis der Züchtung entstandenen neuen Sorten und deren Vorteile rasch einem breiten Anwenderkreis zuzuführen.

In diesem Jahr erfüllten zwei Betriebe die Anforderungen:

Bauerngenossenschaft Rosenthal eG, Hauptstraße 39, 15936 Rosenthal, Mark

Die Genossenschaft ist ein Gemischtbetrieb mit Marktfrucht und Tierhaltung. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt 1.290 Hektar. Der Betrieb hat seit 30 Jahren Vermehrungserfahrung. Vermehrungskulturen sind Winter-Roggen, Winter-Gerste, Winter-Triticale, Deusches Weidelgras und Kartoffeln.

JAG-Jüterboger Agrargenossenschaft eG, Baruther Chaussee 6, 14913 Jüterbog

Die Genossenschaft ist ein Gemischtbetrieb mit Marktfrucht und Tierhaltung. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt 3.410 Hektar. Die Genossenschaft betreibt seit 17 Jahren Vermehrungsanbau. Vermehrungskulturen sind Winter-Roggen, Winter-Triticale, Hafer und Gräser.

Die ausgezeichneten Betriebe sind berechtigt, diesen Titel über einen Zeitraum von fünf Jahren werbewirksam, zum Beispiel im Briefkopf, zu führen. Für den Eingangsbereich erhalten die Betriebe ein Ehrenschild als äußeres Zeichen für besondere Leistungen bei der Saatguterzeugung.
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Telefon: 0331-866/7019
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Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MLUK)
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