20.05.2022 | 11:31:00 | ID: 33172 | Ressort: Landwirtschaft | Tier

Sicheres Futter für Honigbienen

Berlin (agrar-PR) - Bundesamt weist zum Weltbienentag auf den Umgang mit Bienenfutter hin
Honigbienen erhalten für den Aufbau ihrer Wintervorräte spezielles Bienenfutter (Sirupe oder Teige). Damit soll der durch die Imker entnommene Honig ersetzt werden. Dieses sogenannte „Einfüttern“ beginnt bereits im Sommer. Wird Bienenfutter jedoch sommerlich hohen Umgebungstemperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann im Futter bienenschädliches Hydroxymethylfurfural entstehen, darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hin.

Futtermittel für Honigbienen bestehen zu einem großen Anteil aus Einfachzuckern, die von der Biene besonders effizient verwertet werden können. Diese Einfachzucker zersetzen sich jedoch unter Wärmeeinwirkung. Ein Abbauprodukt, insbesondere von Fruchtzucker, ist Hydroxymethylfurfural (HMF). Aus aktuellen Studien geht hervor, dass hohe HMF-Gehalte im Futter für Bienen schädlich sind. Schlimmstenfalls kann dies im Winter zum Tod eines ganzen Volkes führen, wenn die Insekten mehrere Monate lang HMF aus dem in den Waben eingelagerten Futtermittel aufnehmen.

Die Bildung von HMF in Bienenfutter lässt sich jedoch beeinflussen. Um die Gefahr zu verringern, ist es wichtig, die Produktions-, Transport- und Lagerbedingungen für Bienenfutter zu optimieren. In Zusammenarbeit von Bund und Ländern mit der Wissenschaft und Wirtschaftsverbänden wurde darauf bereits 2018 im „Merkblatt zur Vermeidung des Vorkommens von HMF in Futtermitteln für Honigbienen“ hingewiesen. Abgeleitet aus den Ergebnissen aktueller Studien wird ein Orientierungswert von maximal 60 mg HMF/kg Futtersirup zum Zeitpunkt der Auslieferung des Futters empfohlen.

Dass dieser Orientierungswert aktuell eingehalten wird, zeigen die Ergebnisse der Futtermitteljahresstatistiken 2018 bis 2020, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aus den von den Bundesländern gemeldeten Daten erstellt. Insgesamt 116 Futtermittelproben haben die Futtermittelüberwachungsbehörden der Bundesländer risikoorientiert auf den Gehalt von HMF untersucht. Dabei wurde keine Beanstandung festgestellt.
Allerdings kann der HMF-Gehalt auch erst wenige Wochen vor der Fütterung so stark ansteigen, dass er zu einer Gefahr für die Honigbienen wird. Händler und Imker sollten Futterzucker daher vor Temperaturen über 25 °C und direkter Sonneneinstrahlung schützen sowie eine lange Lagerdauer bei höheren Temperaturen vermeiden.

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