24.01.2023 | 11:35:00 | ID: 35269 | Ressort: Landwirtschaft | Tier

Tierwohl in der Milchviehhaltung: Verlässlichkeit ist Gebot der Stunde

Berlin (agrar-PR) - Umbau der Tierhaltung im Fokus des DBV-Fachforums Milch
Die Bundesregierung strebt den Umbau der Tierhaltung an, dies betrifft auch die Milchviehhalter. Hierzu äußerte sich der Milchbauernpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Karsten Schmal im Rahmen des DBV-Fachforums Milch: „Wir stehen zu den Ergebnissen der Borchert-Kommission, befürworten also den angestrebten Umbau der Tierhaltung. Aber nur, wenn alle Elemente der Vorschläge als stimmiges Gesamtkonzept umgesetzt werden. Denn nur dann ist gewährleistet, dass uns Tierhaltern die Verlässlichkeit geboten wird, die wir für langfristige Investitionen in ein Mehr an Tierwohl benötigen.“ Vor allem eine ausreichende und langfristige finanzielle Ausstattung sei von elementarer Bedeutung, so Schmal.

Mit Blick auf die Vielzahl aktuell ungeklärter Detailfragen bei der Umsetzung der Tierschutztransport-Verordnung und des Tierarzneimittelgesetztes stellt Schmal fest: „Im Moment müssen Tierhalter, aber auch Tierärzte mit sehr kurzfristigen und zum Teil widersprüchlichen gesetzlichen Vorgaben umgehen, die auf zeitlich überhasteten Gesetzgebungsprozessen beruhen. Der noch wesentlich komplexere Umbau der Tierhaltung muss sauber ausgearbeitet werden, wenn er nicht zum Misserfolg werden soll. Aktuell sind dafür deutliche Nachbesserungen beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, bei der Änderung des Baugesetzbuches sowie beim Bundesförderprogramm für den Umbau der Tierhaltung notwendig!“

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Ophelia Nick, verteidigt die geplante Tierhaltungskennzeichnung des BMEL: „Wir sind angetreten, die Tierhaltung in Deutschland – angesichts des Veränderungsdrucks und markt-getriebenen Strukturwandels – zukunftsfest aufzustellen. Uns geht es darum, den Tierhaltern Verlässlichkeit und Perspektive zu bieten. Die Milchbäuerinnen und Milchbauern stehen vor vielen Herausforderungen. Wir wollen es schaffen, dass sie in Deutschland auch zukünftig ihre Betriebe wirtschaftlich erfolgreich führen können. Gleichzeitig wollen wir den Tierschutz nachhaltig und umfassend für alle Tiere verbessern.

Im Kern geht es darum, weniger Tiere besser zu halten – denn nur so können wir langfristig Mensch, Tier, Natur und Klima gerecht werden – und gerade deshalb auch eine wirtschaftliche Perspektive für die Betriebe schaffen. Den Umbau der Tierhaltung gehen wir mit einem Gesamtpaket an. Dazu gehört eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung, eine verlässliche Förderung von Investitionen und laufenden Mehrkosten, Änderungen im Bau- und Genehmigungsrecht und Änderungen im Tierschutzrecht.“
Pressekontakt
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