21.10.2010 | 00:00:00 | ID: 6910 | Ressort: Landwirtschaft | Unternehmen

"Ich bin auf die unternehmerische Einstellung unserer Landwirte stolz"

Berlin (agrar-PR) - Bauernpräsident sprach auf DKB-Eliteforum Landwirtschaft
"Bäuerliches Unternehmertum ist der Garant für die Erfolge der deut­schen Landwirtschaft der letzten Jahre". Dies hob Gerd Sonnleitner, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf dem 5. DKB-Eliteforum Landwirtschaft am 14. Oktober 2010 auf Schloss & Gut Liebenberg hervor. Die deutsche Landwirtschaft habe im EU-weiten Vergleich in fast allen Produktbereichen von Schweinefleisch über Geflügel bis hin zu Obst und Gemüse und Ölsaaten in den letzten 10 Jahren Marktanteile gewinnen können. Auch habe Deutschland den Ausfuhrwert seiner Agrarprodukte und Nahrungsmittel im gleichen Zeitraum mehr als verdoppeln können und sei mittlerweile der drittgrößte Agrarexporteur der Welt, hinter den USA und den Niederlanden. Die enorme Erzeugungssteigerung habe ihre Ursachen im Einsatz modernster Technik, computergesteuerter Produktionsprozesse und nachhaltiger Landbewirtschaftung. "Sie hat ihre Ursache aber vor allem darin, dass die gut ausgebildeten deutschen Landwirte ihre unternehmerischen Freiheiten konsequent nutzen und umsetzen. Ich bin als Präsident des Deutschen Bauernverbandes auf die unter­nehmerische Einstellung unserer Landwirte stolz", sagte Sonnleitner.   

Auch im Sinne der Nachwuchsförderung seien unternehmerische Freiheitsgrade dringend erforderlich. " Wir müssen dafür sorgen, dass wir im Wettbewerb um die nächste Generation vorn mitschwimmen", hob der Bauernpräsident hervor. Hier stünde die Landwirtschaft angesichts des demografischen Wandels vor großen Veränderungen und Herausforderungen. Die Besten der Jahrgänge für landwirtschaftliche Berufe zu begeistern, werde immer mehr zur „Chefsache“.

Sonnleitner machte deutlich, dass der Umgang mit den verschiedenen produktions- und marktbe­dingten Risiken an sich die ureigenste Aufgabe eines landwirtschaftlichen Unternehmers sei. Allerdings seien die zunehmenden Volatilitäten auf dem Agrarmarkt eine echte Herausforderung. "Da war und ist viel Spekulation unterwegs – auch auf den Warenterminmärkten. Ich bin deshalb offen für eine Transaktionssteuer für spekulative Geschäfte auch mit Agrarprodukten", betonte Sonnleitner. Mindestens ebenso wichtig erscheint dem DBV-Präsidenten eine internationale Regelung über die Eigenkapitalanforderungen bei solchen Spekulationsgeschäften - vergleichbar zu den Baseler Regelungen im Bankensektor. Eine angemessene Eigenkapitalhinterlegung sei bei Warentermingeschäften (commodity futures) unabdingbar. Auch bei Optionsgeschäften, die auf den Warentermingeschäften aufsetzen, seien erhöhte Eigenkapitalanforderungen notwendig. Nur das erzwinge ordentliche Kaufmannssitten, die wiederum zu reellen Marktverhältnissen führten. Dringend notwendig ist nach Einschätzung Sonnleitners auch die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage auf einzelbetrieblicher Ebene. "Ich sehe darin nach wie vor die beste Möglichkeit zur Stärkung der Eigenvorsorge der Landwirte für Wetter- und Marktrisiken", stellte Sonnleitner fest.
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