31.10.2014 | 20:25:00 | ID: 19031 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Ackerbau - mit hohen Erträgen erfolgreich wirtschaften

Freising-Weihenstephan (agrar-PR) -

Der erfolgreiche Ackerbau stand im Mittelpunkt der LfL-Jahrestagung, die erstmals in Unterfranken stattfand. Hohe Erträge im Zeichen von Bodenschutz, Nachhaltigkeit, umweltschonender Düngung, steigenden Pachtpreisen und neuen Herausforderungen im Pflanzenschutz – das war die Bandbreite der sieben Fachvorträge. Das interessante Fachprogramm mit vielen Vorträgen und fast 30 Postern lockte zahlreiche Zuhörer ins Konferenzzentrum nach Schweinfurt. Mit 240 Anmeldungen war die Veranstaltung ausgebucht. Die große Resonanz beeindruckte LfL-Präsident Jakob Opperer, Ministerialdirektor Friedrich Mayer vom Landwirtschaftsministerium und die Organisatoren vom LfL-Institut für Pflanzenbau. Mit von der Partie waren auch rd. 30 Studierende von der Landwirtschaftsschule Schweinfurt.

 

Ein gesunder, ausreichend lockerer Boden ist die Grundlage für hohe Erträge vom Acker. Wie sich Bodenerosion sowie Schäden durch schwere Maschinen und Transportfahrzeuge vermeiden lassen, zeigte Dr. Markus Demmel. Alois Aigner und Dorothea Hofmann zeigten eindrucksvoll, dass die Grundsätze einer gesunden Fruchtfolge auch heute noch aktuell sind. Ertragreich und umweltgerecht wirtschaften – das verlangt eine exakt geplante Düngung, ob organisch mit Wirtschaftsdüngern und Gärresten oder rein mineralisch mit Handelsdüngern. Dr. Matthias Wendland und Konrad Offenberger erklärten aktuelle Aspekte der Düngung, der Düngeberechnung und rechtliche Fragen. Als Lösung für die Praxis stellten sie das LfL-Online-Düngeprogramm vor.

 

Ein weiterer Grundstock für hohe Erträge ist die Wahl der richtigen Sorte für jede Fruchtart – im Einklang mit Standort, Boden und Kleinklima. Heute werden immer mehr Hybrid-Sorten angeboten, nicht nur bei Mais, sondern auch bei Raps und zunehmend bei Getreide. Ulrike Nickl präsentierte interessante Hintergründe zur Züchtung von Hybridsorten und zeigte anhand von Versuchsergebnissen, dass gerade bei Getreide auch konventionelle Sorten sehr leistungsfähig sein können. Insgesamt sieben Kurzvorträge im 5-Minuten-Takt sorgten für fachlich anregende Abwechslung: Strohqualität einst und jetzt, Anbau von weißen Lupinen, Modellierung von Erträgen, Tropfbewässerung von Kartoffeln, Brandkrankheiten an Weizen, High-Tech-Methoden in der Pflanzenzüchtung sowie erfolgreicher Anbau von Sojabohnen in Unterfranken.

 

Hohe Pachtpreise – vor allem bei Neuverpachtungen – sind für viele Ackerbauern eine Herausforderung. Dr. Robert Schätzl erklärte die Hintergründe und gab Empfehlungen zum besseren Ausgleich der Interessen zwischen Pächtern und Grundbesitzern. Stephan Weigand stellte dar, welche Ertragsverluste resistente Schadpilze verursachen und wie sich die Landwirte mit intensiver Beobachtung ihrer Pflanzenbestände und durch die Wahl geeigneter Pflanzenschutzmittel wappnen können. Die Tagung bot viele Gelegenheiten zum intensiven Austausch zwischen Forschern, Beratern und Landwirten, die angeregten Diskussionen waren ein deutlichen Zeichen dafür.

 

Tagungsband mit Zusammenfassung und ausführlicher Darstellung der einzelnen Vorträge:

http://www.lfl.bayern.de/publikationen/schriftenreihe/088517/index.php

 

 

Mit kollegialen Grüßen

 

Sabine  Weindl

Pressesprecherin

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

Abteilung Information und Wissensmanagement

Lange Point 12

85354 Freising-Weihenstephan

 

Tel.: 08161/71-5832

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