09.11.2011 | 08:15:00 | ID: 11325 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Brandenburger Agrarministerium unterstützt Projekt zur Vermarktung heimischer Spezialitäten

Schönefeld (agrar-PR) - Die Eröffnung der „Hausmesse mit Heimatgeschmack“ ist heute auch der offizielle Auftakt für den Aufbau einer Internet-Informationsplattform zur Vermarktung und Lieferung Brandenburger Lebensmittel in Hotels, Gaststätten und Großverbraucher.
Pro agro, der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in Brandenburg, will über dieses Projekt weitere Absatzmöglichkeiten für heimische Agrarprodukte erschließen. Das Brandenburger Agrarministerium stellt hierfür bis 2013 137.206 Euro EU- und Landesmittel aus dem Förderprogramm Ländliche Entwicklung zur Verfügung. Mit den Eigenanteilen der Partner werden insgesamt 182.942 Euro für das Projekt ausgegeben. Nach Schönefeld sind Handelsvertreter, Gastronomen sowie Unternehmer aus der Brandenburger Ernährungsbranche eingeladen.

Die Landestourismuskonzeption 2011-2015 setzt einen Schwerpunkt bei der Profilierung des Landes durch eine regionale Küche mit regionalen Produkten. Auch die Hausmesse stellt sich dem Thema „Erzeuger suchen Koch".

76 Euro werden von Brandenburger und Berliner Haushalten monatlich für Verpflegungsdienstleistungen - Kantinen und andere gastronomische Einrichtungen - ausgegeben. Mehr als 10.000 gastronomische Einrichtungen in Berlin und Brandenburg sind ein Potenzial für einheimische Produkte, welches es zu erschließen gilt.

Viele Gastronomen haben die Vorteile regionaler Produkte erkannt und sind auf der Suche nach Lieferanten. Dabei können sie auf einzelne Erzeugerdaten im Internet oder in Printmedien der verschiedenen Verbände zurückgreifen. Um diese Suche zu erleichtern arbeitet pro agro gemeinsam mit der DEHOGA und den Erzeugerverbänden des Landes an einem gemeinsamen Informations- und Vermarktungsportal zum „Aufbau und zur Markteinführung einer Kooperations- und Informationsplattform im Internet, die vor allem Hotels, Gaststätten und andere Großverbraucher ansprechen soll.

Der Anteil der Verbraucher, die beim Einkauf besonders auf niedrige Preise achten, ist seit 2009 von 48 auf 39 Prozent zurückgegangen. Die Bedeutung von gutem Essen und Trinken als Ausdruck von Lebensqualität nimmt zu - von 53 auf 56 Prozent.

Regionale Produkte liegen beim Einkaufsverhalten im Trend. 37 Prozent der Bevölkerung kaufen regelmäßig Produkte aus der Region, weitere 44 Prozent zumindest gelegentlich. Die Motive für den Kauf regionaler Produkte sind neben der Frische, die kurzen Lieferwege auch die Förderung der lokalen Wirtschaft.

Weiterhin unterstreichen die Ergebnisse der Studie „Consumers' Choice 2011", dass das Qualitätsbewusstsein der Deutschen bei Lebensmitteln steigt. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer ist überzeugt, dass die Lebensmittelqualität in Deutschland besser ist als im Ausland. Eine regionale oder deutsche Herkunft wird als Qualitätskriterium eingestuft. Von diesen Verbrauchertrends können die Brandenburger Land- und Ernährungswirtschaft als regionaler Erzeuger und Handel und Gastronomie profitieren.

Mit der direkten räumlichen Nähe zum Absatzmarkt Berlin verfügen die Brandenburger Unternehmen der Ernährungsbranche über ein erhebliches Marktpotenzial. Mit seinen rund 3,4 Millionen Einwohnern zählt Berlin zu den größten Absatzmärkten Europas. Zusammen mit dem Land Brandenburg erweitert sich der regionale Absatzmarkt auf rund sechs Millionen Konsumenten in gut drei Millionen Haushalten.

2009 erwirtschaftete Brandenburgs Landwirtschaft 800 Millionen Euro Bruttowertschöpfung. Obwohl der Anteil der Landwirtschaft von 1,7 Prozent an der Bruttowertschöpfung der gesamten brandenburgischen Wirtschaft auf den ersten Blick gering erscheinen mag, ist dies doch mehr als doppelt so viel als im Bundesdurchschnitt.

Dem Biotrend folgend bewirtschaften ökologische Betriebe mehr als 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Nach wie vor nimmt Brandenburg damit im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein.

Das Ernährungsgewerbe zählt mit 2,8 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung (5,8 Prozent) zu den Wachstumsbranchen des Landes Brandenburg. (PD)
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