19.02.2021 | 16:41:00 | ID: 29820 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Digitale BIOFACH eSPECIAL 2021 erfolgreich

Erfurt (agrar-PR) - In diesem Jahr waren Thüringer Biounternehmen durch einen digitalen Messestand des Thüringer Ökoherz e. V. auf der BIOFACH eSPECIAL vom 17. bis 19. Februar 2021 vertreten. „Die BioFach 2021 ist mit dem coronabedingten digitalen Messestand ein absolutes Novum und ein interessantes Experiment. Ich freue mich sehr, dass für das digitale Format der BioFach insgesamt 21 Unternehmen gewonnen werden konnten. Das sind 12 mehr als im vergangenen Jahr.
Auch das digitale Format der BioFach verdeutlicht, dass wir eine starke Öko-Branche in Mitteldeutschland haben. Das bestätigt der erneute Anstieg der ökologischen Landwirtschaftsfläche in Thüringen“, so Minister Benjamin-Immanuel Hoff. „Durch unseren 2015 aufgelegten ÖkoAktionsplan unterstützen wir die Öko-Branche mit vielen Maßnahmen und dadurch wächst der Anteil der ökologischen Agrarfläche im Freistaat kontinuierlich. Lag der Anteil ökologisch bewirtschafteter Agrarflächen vor dem Antritt der rot-rot-grünen Landesregierung 2014 bei 4,2 Prozent stehen wir 2020 mit 55.000 Hektar nun bei 7,1 Prozent. Das ist ein Zuwachs von fast 70 Prozent und erneut 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz der positiven Zahlen werden wir unsere Anstrengungen zum Ausbau der Ökobranche verstärken, um die gute Entwicklung weiter zu beschleunigen.“

In diesem Jahr werden Thüringer Biounternehmen durch einen digitalen Messestand des TMIL, betreut vom Thüringer Ökoherz e. V. (TÖH), auf der BIOFACH eSPECIAL vom 17. bis 19. Februar 2021 repräsentiert. Über eine Projektförderung wird der TÖH vom TMIL dabei mit rund 11.000 Euro unterstützt. „Aus unserer Sicht ist die diesjährige Präsenz in digitalem Format notwendig und richtig, um mit den Entwicklungen des modernen Marketings und Online-Handels mitzuhalten, die Digitalisierung auch im Bio-Bereich zu etablieren und neue Wege der Vermarktung zu gehen“, so Hoff.

Jana Kunze vom TÖH zieht Bilanz: "Wer die BIOFACH-Messe in den letzten Jahren selbst besucht hat, muss sich erst an die neuen Kommunikationswege gewöhnen. Jeder sammelt hier neue Erfahrungen zu neuer Messe-Kommunikation - auch die Nürnberg Messe selbst.

Dennoch war es für uns als Dachverband eine wichtige Aufgabe, das Land Thüringen erstmals im Rahmen dieses digitalen Formats zu repräsentieren. Es erscheint uns unverzichtbar, „den Fuß in der Tür zu behalten“ damit die Thüringer Bio-Branche im nationalen wie auch internationalen Wettbewerb mithalten kann - gerade angesichts der raschen Entwicklungen im Bereich Online-Kommunikation. Inwieweit die Akteure auf diese Weise Geschäftsbeziehungen knüpfen konnten, kann erst nach der Messe ausgewertet werden. Eine gemeinsame Evaluation mit den Thüringer Unternehmen wird in den Wochen nach der Messe erfolgen."

Während den vergangenen Jahren ist die Beteiligung Thüringer Bio-Unternehmen auf dem „Mitteldeutschen Gemeinschaftsstand Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“ mit Förderung des Thüringer Agrarmarketing (TMIL) ständig gewachsen. Zur BioFach 2020 waren 9 Aussteller präsent. Für das neue digitale Format in diesem Jahr konnten 21 Unternehmen gewonnen werden. Das ist ein beachtlicher Zuwachs. Hier zeigt sich, dass eine digitale Variante für die Unternehmen auch Vorzüge aufzeigt. Der digitale Auftritt spricht vor allem eine Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern an, die den Umgang mit digitalen Formaten bereits praktizieren und für sich entdeckt haben. Ein digitales Messeformat spart Zeit in Anreise und Teilnahme in Präsenz, eröffnet einen Präsentationsraum weltweit und ist nicht so kostenintensiv hinsichtlich Messegebühren und Reisekosten. Trotz Absage wird die Sichtbarkeit der Thüringer Bio-Branche durch den digitalen Gemeinschaftsstand gewährleistet.

Über die letzten drei Jahrzehnte hat sich die BIOFACH zur weltweit wichtigsten Messe der Bio-Lebensmittelbranche entwickelt. Jährlich treffen sich rund 3.200 Aussteller, 51.000 Fachbesucher sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wissenschaft in Nürnberg.

2021 sind wir im digitalen Zeitalter angekommen. Trotz der coronabedingten Absage hat die Messe nicht an Bedeutung verloren. Das digitale Format eröffnet neue Chancen für Präsentation, Ausstrahlung und Netzwerken. Interessant wird sein, welche Expansionskraft und welchen Zuspruch die digitale BioFach 2021 bei den Besucher:innen erreicht. Da das digitale Format die sensorischen Eindrücke wie Haptik, Geschmack und Geruch von Präsenzveranstaltungen sowie die für Messen so wichtigen persönlichen Gespräche nicht ersetzen kann, ist künftig dennoch eine Integration digitaler Formate im Messekonzept denkbar.
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E-Mail: antje.hellmann@tmil.thueringen.de
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