11.09.2013 | 21:25:00 | ID: 16024 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Einladung zum 10. Brandenburger Dorf- und Erntefest in Kremmen

Potsdam / Kremmen (agrar-PR) -

Zum zehnten Mal startet am kommenden Sonnabend (14. September) das Brandenburger Dorf- und Erntefest. Gastgeberin des Landesfests ist in diesem Jahr die Stadt Kremmen mit dem Kreisbauernverband Oberhavel. Neben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke werden Agrarminister Jörg Vogelsänger, der Präsident des Landesbauernverbands Udo Folgart und Landrat Karl-Heinz Schröter zur Eröffnung dabei sein.

 

Vogelsänger: „Stadt und Kreis, Landwirtschaftsbetriebe und regionale Wirtschaft, Initiativen und Vereine haben in den vergangenen Monaten bei der Vorbereitung des Fests, das der Landesbauernverband und dem Verband pro agro ausrichtet, geholfen. Natürlich hat auch das Land die Kremmener dabei unterstützt. Am Ende aber sind es die vielen ehrenamtlichen Helfer vor Ort, die mit einem bunten Programm, gut gefüllten Marktständen, mit Brandenburger Spezialitäten und vielen weiteren Attraktionen zum Gelingen beitragen. Ich freue mich auf das 10. Brandenburger Dorf- und Erntefest und wünsche Kremmen viele Besucher!“

 

Bilanz der Erntesaison

 

Trotz des Hochwassers und des langen frostigen Winters können sich die Brandenburger Getreidebauern über gute Hektarerträge der Druschernte über dem fünfjährigen Mittel freuen. Die lang anhaltende kühle und regenreiche Witterung im Frühjahr 2013 haben auf die Arbeiten der Obst- und Gemüsebauern in Deutschland spürbaren Einfluss gehabt. Während bei der Ernte von Äpfeln und Erdbeeren die Ergebnisse unter dem Vorjahr liegen, konnten bei Kirschen, Pflaumen und Birnen teilweise sogar bessere Ernten eingefahren werden. Für das Spargelland Brandenburg war der Spargel kein schlechtes Jahr, allerdings fiel aber der Preis deutschlandweit zum Saisonende. Angesichts der Nachfrage auf den Weltmärkten stehen die Preise bei Milch auf einem Fünfjahreshoch. Den Erlösen stehen aber  - im Jahresvergleich - um 40 bis 45 Prozent gestiegene Kosten für Futter, Energie und Düngemittel gegenüber.

 

 

 

Landwirtschaft und Landlust

 

Wie in einem Brennglas bietet das Dorf- und Erntefest die Chance, öffentlichkeitswirksam für Landwirtschaft und Landleben zu werben. Gerade Kremmen bietet hier viel. Mit Mitteln der ländlichen Entwicklung und aus der Städtebauförderung wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten etliche historische Gebäude nicht nur erhalten, sondern auch für neue Nutzer so erschlossen, so dass der Charakter des Ackerbürgerstädtchens, das aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ ist, bewahrt werden konnte. Für die Sanierung der historischen Innenstadt wurden seit 1991 bereits rund acht Millionen Euro bewilligt. Vor wenigen Jahren wurde erst der Kirchplatz einschließlich Kirchstraße fertig. Rund 50 Gebäude bilden das historisch wertvolle Scheunenviertel.  Dem Scheunenviertelverein, privaten und kommunalen Initiativen sowie Fördermitteln aus der integrierten ländlichen Entwicklung ist es zu verdanken, dass die am Ende der DDR stark vernachlässigten Gebäude erhalten werden konnten.

 

Die 7.100 Einwohner sind in den Ortsteilen Kremmen, Beetz, Flatow, Groß-Ziethen, Hohenbruch, Sommerfeld, Staffelde zu Hause.

 

Kremmen verfügt seit über 700 Jahren über Stadtrecht. Aus Angst vor Bränden wurden nach einem Erlass aus dem Jahr 1659 in vielen Brandenburger Städten große Scheunen außerhalb des Kerns errichtet. Nirgendwo haben sich diese „Gewerbegebiete des Barocks“ so gut erhalten wie in Kremmen. Rund 50 Gebäude bilden das historisch wertvolle Scheunenviertel, das seit 1993 unter Denkmalschutz steht.

 

Dem Scheunenviertelverein, privaten und kommunalen Initiativen sowie Fördermitteln aus der integrierten ländlichen Entwicklung ist es zu verdanken, dass die am Ende der DDR stark vernachlässigten Gebäude erhalten werden konnten. Nach oftmals aufwendiger, aber auch liebevoller Restaurierung vieler Scheunen konnten sich verschiedenste Handwerker, Künstler und Gastronomen niederlassen, die vor allem zwischen Frühjahr und Herbst viele Besucher von nah und fern anlocken. Auch ein bunter Strauß von Veranstaltungen hat sich im Scheunenviertel etabliert. Informationen, auch zum Angebot an Führungen oder Rad- und Wandertouren, erhält man im Touristeninformationspunkt. Seit November 1999 ist zentrale Anlaufstelle für Kunst und Kultur die Agrar- und Museumsscheune am Scheunenweg 49.

 

In direkter Nachbarschaft zum Scheunenviertel befindet sich der Spargelhof Kremmen. Von 172 Hektar Spargelanbaufläche wird das edle Gemüse an über 60 Verkaufsständen im Umland angeboten. Hofladen, Spielplatz und Streichelgehege laden auch nach dem Ende der Spargelsaison Gäste ein. Das Angebot reicht von saisonalem Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Kirschen, Radieschen und Kartoffeln bis zu Fruchtaufstrichen, Kürbissekt und Spargelgeist.

 

Höhepunkte aus dem Festprogramm

 

Der Festumzug, ausgehend vom Scheunenviertel, ist einer der Höhepunkte. 60 festlich geschmückte Erntewagen ziehen durch die Kremmener Altstadt. Die traditionellen Programmpunkte des Brandenburger Dorf- und Erntefestes wie der Erntekronen- und der Ernteköniginnenwettbewerb finden im Scheunenviertel statt. Der pro-agro-Erlebnismarkt bietet viele regionale Erzeugnisse aus Brandenburg zur Verkostung und zum Verkauf. Ab 18 Uhr sorgt dann die Antenne Abendparty für Stimmung. Auf der Bühne werden Eliza, Olaf Berger, Wind und Hermes House Band bis zum großen Feuerwerk spielen. Danach kann bis in die Morgenstunden getanzt und gefeiert werden.

Der Spargelhof wartet mit einer großen Tierausstellung und einer Ausstellung von alter und moderner Landtechnik auf. Auf dem Spargelhof findet sich auch die Bühne mit regionalen Künstlern wieder. Vereine, Sport- und Tanzgruppen, regionale Chöre und Bands haben dort einen Platz für ihre Darbietungen. Am Samstagmorgen wird der große ökumenische Freiluftgottesdienst abgehalten.

 

Ein großes Gelände für Kinder und Jugendlichen rundet das ganze Fest ab. Mit einer eigenen Bühne und einer riesigen Strohhüpfburg kann keine Langeweile aufkommen. Die Jugendeinrichtungen des Kreises Oberhavel werden mit einem Jugendcamp vor Ort sein.

 

Fürstlich Drehna stellt sich vor

 

Nach der Krönung der Landeserntekönigin und Auszeichnung der Erntekronen- und Fotosieger wird der Ausrichter des 11. Brandenburger Dorf- und Erntefests 2014 - Fürstlich Drehna - vorgestellt. Seit Mai 2013 hat sich das Dorf mit vielen Unterstützern in die Vorbereitungen gestürzt.

Ablaufplan (Stand 11. September)

 

9.30-10.15 Uhr                    Festgottesdienst auf dem Spargelhof mit Ministerpräsident Dietmar Woidke

10.00 Uhr                             Markteröffnung

11.00 Uhr                             Begrüßung der Ehrengäste durch Bürgermeister Karl-Jürgen Sasse, Eröffnung durch Ministerpräsident Dietmar Woidke, Grußworte

11.30-12.30 Uhr                  Festumzug

12.30 Uhr                             Rundgang über das Festgelände mit Besichtigung der Erntekronen

13.30 Uhr                             Vorstellung der Kandidatinnen zur Landeserntekönigin auf der großen Bühne

15.00 - 16.00 Uhr                               Rundgang über das Festgelände

16.00 - 17.00 Uhr                Siegerehrung des 8. landesweiten Fotowettbewerbs, Kür der Landes – Erntekönigin, Auszeichnung der Siegerkronen des 20. landesweiten Erntekronenwettbewerbs, Vorstellung von Fürstlich Drehna als Veranstalter des 11. Brandenburger Dorf- und Erntefests am 13. September 2014


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