18.06.2012 | 16:10:00 | ID: 13176 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Offizieller Saisonauftakt: Vogelsänger geht mit der neuen Königin in die Kirsche

Glindow (agrar-PR) - Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Donnerstag (21. Juni) mit der neuen Glindower Kirschkönigin den Start in die heimische Kirschen-Saison einläuten.
Ort des Geschehens ist eine Kirschplantage im traditionsreichen brandenburgischen Obstbaugebiet um Werder. Im Obstbaubetrieb Wels wird laut Landesverband Gartenbau Brandenburg e.V. die Kirschkönigin des Jahrgangs 2012/2013 ihren ersten offiziellen Auftritt haben.

Vogelsänger: „Mit viel Engagement bereitet der Gartenbauverband alljährlich die Saisoneröffnungen für heimisches Obst vor. Nach dem Negativrekord 2011 erwarten die Obstbauern in diesem Jahr wieder eine bessere Ernte. In den kommenden Wochen sind unsere Betriebe auf viele fleißige Helfer angewiesen. Denn neben der Vermarktung auf Wochenmärkten, über Hofläden und Saisonverkaufsstellen setzen viele Gartenbauer wieder auf die Selbstpflücke. Ich hoffe, dass die Brandenburger und Berliner dieses Angebot zahlreich annehmen und eine Landpartie mit einem Abstecher – nunmehr auch in die Kirschbäume – einplanen."

Brandenburgweit werden derzeit auf rund 550 Hektar Süßkirschen und auf knapp 290 Hektar Sauerkirschen angebaut.

Das Gebiet um Werder ist reich an lokalen Obstsorten. Bei den Süßkirschen zählen ‚Kassins Frühe', ‚Knauffs Schwarze', ‚Liefelds Braune', Schmalfeldts Schwarze' oder ‚Spansche Knorpel' zu den leistungsstärkste und beliebtesten. Die nachweislich älteste Lokalobstsorte ist hier die ‚Werdersche Herzkirsche'. Einige der Familien, die als Namensgeber alter Kirschsorten in Erscheinung treten, sind bis heute im Obstbau aktiv. Die Vorfahren des Obstzüchters Karl Große, der sich beim Aufbau und der Entwicklung des Obstbaumuseums große Verdienste erworben hat, vergrößerte des Werdersche Obstbausortiment mir einer eigenen Sorte erhielt später den Namen ‚Pomona' und wurde besonders im DDR-Betrieb gleichen Namens vermehrt und angebaut.


Obsthof Wels

Der Glindower Familienbetrieb wurde 1981 gegründet, konnte 1991 durch Christine Wels vergrößert werden, seit 1998 ist Heiko Wels dabei. Auf 18 Hektar werden verschiedene Obstsorten angebaut – darunter zwei Hektar Altanlagen mit Süßkirschen plus anderthalb Hektar Neuanpflanzungen sowie auf einem halben Hektar Sauerkirschen. Obstbauer Wels setzt komplett auf Direktvermarktung über Hofverkauf, kleinere Händler, Wochenmarkt, Selbstpflücke.


Botanik der Kirsche

Die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehörenden Gattungen Prunus avium und Prunus cerasus sind als Vorfahren der heutigen Kultursorten zu betrachten, die im Schwarzmeerraum/Kleinasien entstanden sind. Über den römischen Feldherrn Lukullus von Cerasunt gelangte die Frucht nach Italien und schließlich auch nach Mitteleuropa.

Während Sauerkirschen und Zwetschgen geringere Ansprüche an ihre Standorte stellen, fordert die Süßkirsche beste Bedingungen: keine kalten, verdichteten, (stau)nasse Böden, sondern möglichst tiefgründig, gut wasserdurchlässig, nicht zu kalkreich, möglichst sommertrockene Gebiete.


Termin: Donnerstag, 21. Juni
Zeit: 10.00 Uhr
Ort: Obstbaubetrieb Wels in Werder OT Glindow; die Plantage befindet sich im Kammeroder Obstplan; Straße Am Gewerbepark
Internet: www.obstmucker.de


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Anbaufläche Kirschen Brandenburg
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Quelle: MIL Brandenburg


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