12.07.2022 | 11:37:00 | ID: 33558 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

PotatoEurope 2022: Special setzt Fokus auf Direktvermarktung

Frankfurt (agrar-PR) - 7. und 8. September in Bockerode/Springe – Attraktives Fachprogramm – Special „Verarbeitung und Vermarktung auf dem Hof“
Am 7. und 8. September 2022 findet auf dem Rittergut Bockerode in Springe-Mittelrode im Calenberger Land (Niedersachsen) die PotatoEurope 2022 statt. Mit dem Special „Verarbeitung und Vermarktung auf dem Hof“ nimmt der Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in Zusammenarbeit mit dem Fachpartner Vereinigung Norddeutscher Direktvermarkter (VND) e.V. das Thema Direktvermarktung in den Fokus.

Verarbeitung und Vermarktung auf dem Hof
Im Special „Verarbeitung und Vermarktung auf dem Hof“ aus dem attraktiven Fachprogramm geht es rund um das Lagern, Reinigen, Abpacken, Weiterverarbeiten und Vermarkten auf dem eigenen Betrieb. Präsentiert werden innovative Ideen zur Vermarktung der eigenen Knolle bis hin zur Entwicklung einer eigenen Marke und der entsprechenden Bewerbung. Das Special ist interessant für Unternehmen, die dem Kartoffelanbauer Lösungen für den Hof für diese Bereiche anbieten – von der Sortier- und Reinigungstechnik, Abpack- und Verarbeitungstechnik bis hin zu Verkaufsautomaten und Online-Plattformen.

„Die vergangenen zwei Jahre haben einmal mehr gezeigt, wie sich Absatzmärkte durch äußere Einflüsse verändern können. Umso wichtiger ist es, Teilbereiche der Kartoffelvermarktung selbst in der Hand zu behalten. So haben viele Betriebe schon seit Jahren und Jahrzenten den direkten Absatzweg zum Verbraucher gewählt und professionalisiert. Die Lösungen reichen von der einfachen Kartoffelkiste auf dem Hof bis hin zu hoch spezialisierten Unternehmungszweigen, die Kartoffel im Betrieb weiterverarbeiten und direkt oder über den regionalen Lebensmitteleinzelhandel in den Markt bringen“, betont Dr. Wilfried Wolf, Projekleiter der PotatoEurope 2022.

Direktvermarktung bietet erhebliche Vorteile
Julia Klöpper, Geschäftsstellenleiterin Vereinigung Norddeutscher Direktvermarkter e. V. (VND), erläutert: „Die Direktvermarktung hat nicht nur eine langjährige Tradition, sondern bietet vielen landwirtschaftlichen Betrieben erhebliche Vorteile. Verbraucher wünschen sich Alternativen zur anonymen Herkunft von Produkten und kaufen direkt beim Erzeuger ein, weil sie Vertrauen in die Produkte haben und die Themen ‚Gesundheit und Ernährung‘ eine immer wichtigere Rolle im Leben einnehmen. Aber auch bei Gastronomen und Lebensmitteleinzelhändlern ist ein Umdenken spürbar. Wir setzen uns dafür ein, das Einkommen landwirtschaftlicher Betriebe über die regionale Vermarktung zu sichern. Darüber hinaus wollen wir den ländlichen Raum stärken und die Nahversorgung dauerhaft ermöglichen.“

Landwirte erzählen über ihren Einstieg in die Direktvermarktung
Das DLG-Special auf der PotatoEurope wird zu einem Live-Treffpunkt für den fachlichen Austausch unter den direktvermarktenden Landwirtinnen und Landwirten. Für die Beratung stehen den interessierten Besuchern die Mitgliedsbetriebe der VND zur Verfügung.

Über ihren Weg in die Direktvermarktung und die Aussichten für die Zukunft kann Sina Severloh, Direktvermarkterin aus Celle und Beisitzerin der VND, schon im Vorfeld der PotatoEurope berichten: „Die Kartoffel ist schon seit mehreren Jahrzehnten Teil der betrieblichen Fruchtfolge. Auf Nachfragen aus der dörflichen Bevölkerung wurde vor ungefähr 25 Jahren damit begonnen, die Speisekartoffel auch direkt auf dem Hof an den Verbraucher in unterschiedlichen Gebindegrößen abzugeben. Nach und nach wurde die Nachfrage größer und der Verkauf nahm die Gestalt eines Selbstbedienungsstands an. Daraufhin wurden statt einer Sorte drei Sorten Kartoffeln angebaut. Außerdem kam vor circa 15 Jahren die Legehennenhaltung für die Direktvermarktung hinzu. Angefangen bei 50 Hennen und ‚ein paar Reihen Kartoffeln‘ wurden über die Jahre daraus drei Hektar Kartoffeln mit über acht Kartoffelsorten und 1.200 Legehennen.“

Im Jahr 2012 wurde ein Teilgebäude zu einem Hofladen ausgebaut. Die Auswahl der eigens hergestellten und produzierten Produkte hat sich seitdem erweitert und professionalisiert. Die Direktvermarktung ist dadurch zu einem eigenen Standbein für den Betrieb geworden – und das alles nur mit und durch die Kartoffel, die immer noch einen großen Anteil am Umsatz in der Direktvermarktung hat.

Die Direktvermarkterin ergänzt: „Die Wertschöpfung durch die Vermarktung direkt an den Kunden ist bei der Direktvermarktung am größten. In Kombination mit anderen – auch eigenen – Produkten wird hier ein ganzes Standbein unterhalten. Dabei ist die Kartoffel schon immer Aushängeschild des Betriebes gewesen, vor allem, da die weiteren betrieblichen Voraussetzungen, wie Technik, Lager, Beregnung, geeignete Böden und Know-how, schon lange Teil des Betriebes waren. Die Investitionsschwelle gestaltete sich also als sehr gering und die Entwicklung der Direktvermarktung kam nicht sprunghaft, sondern der Nachfrage angepasst. Noch immer ist die Kartoffel ein guter Grund, warum die Kunden zu uns auf den Hof kommen. Oft profitieren wir im Hofladen davon, dass deshalb noch weitere Produkte gekauft werden. So konnte der Betrieb an und mit der Kartoffel wachsen und hat in der Direktvermarktung und den dazugehörigen selbst hergestellten Produkten einen stabilen Betriebsschwerpunkt bilden können.“

Sina Severloh fährt fort: „Bisher halten sich der Anbau und die Vermarktung stabil. Somit hoffen wir, dass die ‚einfache‘ Vermarktung der Kartoffel als Speisekartoffel in verschiedenen Gebindegrößen weiterhin ein wichtiger Teil des Betriebes bleibt. Oft wird seitens der Gastronomie nach geschälter Ware gefragt. Bisher waren uns die hygienischen Auflagen zu hoch und umständlich. Ansonsten soll versucht werden, die Kartoffel als weiterverarbeitetes Produkt mit in den Hofladen zu integrieren, etwa in Form von Suppen, Salaten et cetera. Ein Online-Shop unterstützt die Direktvermarktung mit dem Vertrieb von Gemüsekisten und der Möglichkeit für den Kunden, Waren zu bestellen und zusammenpacken zu lassen, um sie kontaktlos oder kontaktarm abholen zu können.“

Mehr Erfolgsgeschichten und praktische Tipps zum Einstieg in die Direktvermarktung erwarten die interessierten Besucher auf dem DLG-Special „Verarbeitung und Vermarktung auf dem Hof“, Zelthalle Z, Stand A24.

Informationen zur PotatoEurope 2022
Die PotatoEurope 2022 findet am 7. und 8. September 2022 auf dem Rittergut Bockerode in Springe-Mittelrode im Calenberger Land (Niedersachsen) statt. Zum Treffpunkt der europäischen Kartoffelprofis haben sich über 220 Aussteller aus den Bereichen Züchtung, Düngung, Pflanzenschutz, Landtechnik und Verarbeitung angemeldet, gibt die DLG bekannt. Die DLG veranstaltet zusammen mit der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA), dem Technikpartner CASE IH und dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Freilandmesse.

Eintritt und Öffnungszeiten
Die PotatoEurope ist an den beiden Veranstaltungstagen täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ein Tagesticket an der Kasse kostet 24 Euro, online 19 Euro (ermäßigt 12 Euro). Kinder bis einschließlich 12 Jahren sind frei. Weitere Informationen zum Eintritt (Gruppen, DLG-Mitglieder) gibt es unter www.potatoeurope.de/de/besuchen/tickets.

Interessenten erhalten weitere Informationen bei der DLG. Ansprechpartner ist Dr. Wilfried Wolf, Tel. 069/24788-272 oder E-Mail: w.wolf@DLG.org.

Aktuelle Fachbeiträge zum Thema Kartoffeln stehen zur redaktionellen Verwendung unter https://www.potatoeurope.de/de/fachbeitraege zur Verfügung.

PotatoEurope 2022 im Internet:
• www.potatoeurope.de
• www.twitter.com/potatoeurope
• www.instagram.com/potato.europe
• www.youtube.com/potatoeurope
• www.linkedin.com/groups/1593137/
Pressekontakt
Herr Rainer Winter
Telefon: 069 / 24788-212
E-Mail: R.Winter@dlg.org
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DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.)
DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.)
Eschborner Landstraße 122
60489 Frankfurt
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