02.11.2021 | 18:55:00 | ID: 31386 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Rede Staatssekretärin Beate Kasch auf dem Deutschen Fischereitag

Berlin (agrar-PR) - Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Beate Kasch, ist heute als Rednerin auf dem Deutschen Fischereitag in Emden zu Gast. Der Verband begeht hier auch sein 150-jähriges Jubiläum.

Folgend finden Sie zentrale Passagen aus der Rede: Staatssekretärin Beate Kasch…

…zu den Auswirkungen des Brexit:

- „Durch ihn [den Brexit] wird die Europäische Union bis 2026 insgesamt 25 Prozent ihrer Fangrechte in den Gewässern des Vereinigten Königreichs und des Nordostatlantiks verlieren.“

- „Es wird deshalb perspektivisch vor allem darum gehen: Für die EU und damit für die deutsche Flotte einen stabilen Zugang und Fanganteile zu sichern und gleichzeitig eine nachhaltige Bewirtschaftung der gemeinsamen Bestände zu garantieren. Deshalb ist unsere Position: Deutschland sollte beim Kabeljau nicht auf seine historischen Fangrechte verzichten.“

…zu den Fangquoten 2022 für die Ostsee:

- „Sie wissen, dass wir als Bundesministerium den Quotenbeschlüssen sehr bewusst diesmal nicht zugestimmt haben. Wie schon beim Ostdorsch wird 2022 nun auch die gezielte Fischerei auf den Westdorsch faktisch geschlossen. Beim westlichen Hering liegt die jetzige schlechte Bestandssituation nicht an unseren Ostseefischern. Dort haben sich die Fangmengen von 2017 auf 2021 bereits um 94 Prozent verringert. Allerdings wurden im gleichen Zeitraum die Fangquoten im Kattegat und im Skagerrak in dem dieser Bestand ebenfalls vorkommt deutlich weniger gekürzt. Die Bestände können sich aber nur erholen, wenn die Fangmengen auch dort drastisch reduziert werden.“

- „Ich kann Ihnen versichern, das BMEL fordert eine nachhaltige Befischung im gesamten Verbreitungsgebiet des westlichen Herings.“
 
…zur Unterstützung des Bundesministeriums für die Ostseefischer:

- „Ich werde angesichts der äußerst schwierigen Situation Anfang Dezember zu einem „Runden Tisch zur Zukunft der Ostseefischerei“ einladen. Ziel ist, mit allen Beteiligten und dazu zählt auch der deutsche Fischereiverband Lösungsstrategien und Zukunftsperspektiven zu entwickeln.“

- „Kurzfristig ist nach aktuellem Stand geplant, dass auch im Jahr 2022 erneut die vorübergehende Stilllegung von Fischereifahrzeugen finanziell gefördert wird. Und gemeinsam mit den Bundesländern loten wir die Notwendigkeit weiterer Abwrackmaßnahmen aus.“
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Herr Mathia Paul
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