19.09.2016 | 20:45:00 | ID: 22924 | Ressort: Landwirtschaft | Weinbau

Erste Mengenschätzung der Weinmosternte 2016

Stuttgart (agrar-PR) - Baden‑Württemberg: Mit über 2,3 Millionen Hektoliter im Bereich des langjährigen Mittels
Mitte September und die Weinlese steht an. Zeit also für erste Mengenschätzungen des Statistischen Landesamtes. Danach zeichnet sich zum Stand von Ende August für das Anbaugebiet Baden ein möglicher Mostertrag von 82 Hektoliter je Hektar (hl/ha) und für Württemberg von 96 hl/ha ab, bei wie immer ausgeprägten regionalen und sortenspezifischen Unterschieden.

Nach Einschätzung der Weinbausachverständigen des Statistischen Landesamtes war das Weinjahr 2016 infolge der anhaltenden Nässe bei ausreichend warmen Temperaturen von extrem starkem Perenosporabefall geprägt. Der Pilz infizierte trotz intensiver Pflanzenschutzmaßnahmen Laub und Trauben gleichermaßen, wobei die Schäden je nach Standort sehr unterschiedlich sind und auch innerhalb der einzelnen Rebgrundstücke variieren. Aus der Nordwestecke des Landes wird zudem verbreitet von Schäden infolge Spätfrost berichtet.

Bei dem bisherigen Umfang der Ertragsrebfläche von 26.600 ha ist mit einer voraussichtlichen Weinmosternte im Land von annähernd 2,34 Millionen hl (1,04 Mill. hl Weiß- und 1,30 Mill. hl Rotmost) zu rechnen. Im Vorjahr waren 2,24 Mill. hl Weinmost (ohne Abstichverluste und Selbstbehalt der Erzeugerbetriebe), davon 956.000 hl Weiß- und 1,28 Mill. hl Rotmost, geherbstet worden.

Das langjährige Mittel 2006/2015 der Weinmosternte insgesamt im Land beläuft sich auf 2,29 Mill. hl, davon 955.000 hl Weiß- und 1,34 Mill. hl Rotmost. Zur diesjährigen Weinmosternte tragen nach derzeitigem Stand das Anbaugebiet Baden voraussichtlich 1,27 Mill. hl auf sowie Württemberg 1,07  Mill. hl bei.

Inwiefern diese prognostizierten Schätzwerte letztendlich aber auch realisiert werden, hängt abgesehen vom Witterungsverlauf bis zur Lese entscheidend vom Umfang noch ausstehender ertragsreduzierender Maßnahmen ab, die zwischenzeitlich zum Standard im baden‑württembergischen Qualitätsweinbau rechnen.

Die Lese selbst wird hohe Anforderungen an Winzer und Weingärtner und die vielen helfenden Hände stellen. Denn infolge der guten Wasserversorgung sind die Trauben sehr kompakt mit der Neigung zum Abdrücken der Beeren. Dadurch muss mit verstärkter Tendenz zu Fäulnis aus dem Innern der Traube heraus gerechnet werden. Durch differenzierte Lese mit mehreren Durchgängen aber kann die Qualität des Weinjahrgangs 2016 entscheidend verbessert werden. (statistik-bw)
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