30.06.2014 | 08:45:00 | ID: 18059 | Ressort: Landwirtschaft | Weinbau

Höfken: Neue Reben sollen vorrangig in Steillagen gepflanzt werden

Mainz (agrar-PR) - Weinbauministerin Ulrike Höfken begrüßt den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und CDU zur Neuregelung der Pflanzrechte im Weinbau, der am Donnerstag in den Landtag eingebracht wurde.
„Die Landesregierung setzt sich im Sinne des Antrags dafür ein, dass neue Reben in Rheinland-Pfalz künftig vorrangig in den Steil- und Terrassenlagen des Landes gepflanzt werden dürfen“, so Höfken.

Hintergrund ist ein neues Genehmigungsverfahren für Rebpflanzungen der Europäischen Union, das ab 2016 greift. Damit wird der seit 1976 in Europa geltende Anbaustopp im Weinbau abgelöst.

Zum Erhalt der Weinberghänge, die nur mit großem Arbeitsaufwand bewirtschaftet werden können, habe sich die Landesregierung auf Bundes- und EU-Ebene stets für einen Fortbestand des Anbaustopps eingesetzt. „Wir wollen eine stärkere Ausweitung der Rebfläche verhindern und setzen stattdessen auf die Qualitätsproduktion unserer heimischen Winzer“, erklärte die Ministerin.

Mit dem neuen Genehmigungsverfahren sei eine komplette Liberalisierung der Pflanzrechte in Europa immerhin ausgebremst worden.  Sie unterstütze den Antrag der Landtagsfraktionen, die sich für eine starke  Begrenzung der jährlichen Ausweitungsquote auf 0,1 bis 0,3 Prozent einsetzten.

„Wenn schon neue Reben angepflanzt werden, dann sollte das dort geschehen, wo es sinnvoll ist“, so Höfken. Nach der neuen EU-Regelung können künftig die Rechte für Neupflanzungen an bestimmten Kriterien festgemacht werden.

„Wir sind uns mit den Fraktionen einig darin, dass neben den Steillagen die Rebflächen von Jungwinzern und Neueinsteigern Vorrang haben sollten genauso wie der Ökoweinbau und Flächen in Flurbereinigungen“, erklärte die Ministerin. Im Sinne der Landtagsfraktionen werde sich die Landesregierung auch dafür einsetzen, dass die Genehmigung von Pflanzrechten in der Hand des Landes bleibe.

Sobald der Rechtsrahmen seitens der EU und des Bundes gesteckt sei, werde Rheinland-Pfalz die notwendigen Vorbereitungen für das neue Antrags- und Genehmigungsverfahren treffen.


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