20.11.2014 | 18:45:00 | ID: 19173 | Ressort: Landwirtschaft | Wissenschaft & Forschung

Backhaus: Innovationen in M-V möglich - ProLupin erhält Zukunftspreis

Schwerin (agrar-PR) -

Gestern Abend erhielt das Unternehmen ProLupin aus Grimmen gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut den Deutschen Zukunftspreis 2014 für Technik und Innovation von Bundespräsident Joachim Gauck. Der Preis ist mit 250.000 € dotiert. „Ich bin begeistert, welche Entwicklung die Technologie rund um die Lupine in unserem Bundesland genommen hat und möchte ProLupin und dem Fraunhofer Institut herzlich zu ihrem Erfolg gratulieren. Sie haben es verdient“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

„Vor über 10 Jahren, als die Idee im AgroBioTechnikum in Groß Lüsewitz geboren wurde, hätte keiner geglaubt, dass man heute so erfolgreich ein veganes Produkt auf dem Markt etabliert hat, das anderen Produkten aus Übersee Konkurrenz machen kann“ so der Minister weiter. Den Verbrauchern wird mit dem Eiweiß aus der Blauen Süßlupine ein innovatives, gesundes Produkt aus der Region angeboten, das tierische Fette in Lebensmitteln ersetzen kann, wie zum Beispiel im Lupinen-Eis oder der Lupinen-Wurst.

„Gleichzeitig wirkt es sich positiv auf die Landwirtschaft aus, denn wenn die Nachfrage der Lupine weiter steigt, wird die Lupine im Anbau zunehmend attraktiver und weiter züchterisch verbessert“, hob Dr. Backhaus hervor. Der Anbau von heimischen Eiweißpflanzen hat in den letzten Jahren immer weiter abgenommen. Dabei haben diese eine positive Wirkung auf das Bodenleben und die Bodenstruktur und binden Stickstoff. Die Lupine optimiert die Bodenfruchtbarkeit, lockert Fruchtfolgen auf und schafft damit einen Mehrwert für Ökosysteme. „Durch Unternehmen wie ProLupin können wir aber die Trendwende schaffen. So ist aufgrund der höheren Nachfrage die Anbaufläche nach Jahren des Rückgangs erstmals von rund 2.150 ha in 2013 auf über 2.800 ha dieses Jahr gestiegen. Das ist der richtige Weg, hier wollen wir hin“, unterstrich der Minister.

Erst kürzlich erhielt Mecklenburg-Vorpommern vom Bund einen Zuwendungsbescheid von knapp 900.000 € für das Demonstrationsnetzwerk Lupine, das modellhafte Wertschöpfungsketten und Federführung der Landesforschungsanstalt untersucht. So sollen Wissenschaft, Forschung, Landwirtschaft und Verarbeitung gemeinsam den Lupinenanbau nachhaltig etablieren. „Von der Innovation von ProLupin kann daher die gesamte Region profitieren“, prophezeite Dr. Backhaus. (regierung-mv)

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