14.10.2019 | 08:50:00 | ID: 27899 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Agrarrat in Luxemburg: EU-Agrarminister beraten über Fangmengen in der Ostsee für 2020

Berlin (agrar-PR) - US-Agrarzölle, GAP und Forststrategie nach 2020 stehen ebenfalls auf der Tagesordnung
Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, reist am kommenden Montag, 14. Oktober 2019, nach Luxemburg, um an der Tagung des EU-Rats für Landwirtschaft und Fischerei teilzunehmen.  

Im Mittelpunkt der Ratstagung stehen die Beratungen über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2020. Dabei geht es insbesondere um die Fangmöglichkeiten für Hering, Dorsch, Scholle, Lachs und Sprotte. Kürzungen der Fangmengen sind für eine nachhaltige Bestandserholung unabdingbar. Die Bundesregierung hält jedoch beim westlichen Hering und beim westlichen Dorsch sowie für die Dorsch-Freizeitfischerei eine geringere Senkung der Fangmengen als vorgeschlagen aus Sicht der Bestandsentwicklung für vertretbar und mit Blick auf das Überleben kleiner Fischereien für notwendig. Bundesministerin Julia Klöckner fordert zudem wissenschaftlich fundierte Erholungspläne für diese Bestände. 

Fortgesetzt wird in Luxemburg der Austausch zum Legislativpaket zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020. Die Ministerin wird sich dabei im Plenum für eine deutliche Rückführung der gekoppelten Zahlungen aussprechen, um einen fairen Wettbewerb im gemeinsamen Markt sicherzustellen. Der Vorschlag der Kommission, die Grenzen für solche Stützungsleistungen zu erhöhen, sei nicht akzeptabel. 

Darüber hinaus werden die EU-Agrarminister die Ziele einer Forststrategie nach 2020 erörtern.  Die Bundesministerin hat folgende Erwartungen: 

- Die Strategie sollte enge Schnittstellen zu anderen Politiken sicherstellen (z. B. Agenda 2030, Klima und Energie, Biodiversität, Bioökonomie, Schutz und Wiederherstellung der Wälder weltweit).
- Sie sollte die Erhaltung gesunder und vitaler Wälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung fördern und
- mehr Raum für freiwillige Initiativen und Netzwerke gleichgesinnter Mitgliedstaaten bieten, um den Austausch auf EU-Ebene zu fördern.

Zudem werden sich die EU-Agrarminister über die US-Zölle auf Agrarprodukte austauschen.
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Herr Mathia Paul
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Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
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