21.09.2011 | 14:23:00 | ID: 10822 | Ressort: Landwirtschaft | Agritechnica

Agritechnica 2011: Rekordanmeldeergebnis mit über 2.600 Ausstellern aus 48 Ländern

Frankfurt/Main (agrar-PR) -

Die vom 15. bis 19. November 2011 auf dem Messegelände in Hannover stattfindende internationale Landtechnik-Ausstellung, die Agritechnica 2011, hat eine bisher nicht gekannte Sogwirkung auf die Hersteller von Traktoren, Landmaschinen, Zubehör und Ersatzteilwesen aus dem In- und Ausland ausgeübt.

Mit 2.611 Direktausstellern und 48 zusätzlich vertretenen Unternehmen aus 48 Ländern kann die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) als Veranstalter einen neuen Höchststand verzeichnen. Die Zahl der Aussteller liegt um rund 15 Prozent höher als bei der bisherigen Rekordveranstaltung vor zwei Jahren. Auch die Ausstellungsfläche ist um sechs Hallen auf insgesamt 24 Hallen und rund 39 Hektar angewachsen. Wie aus den bei der DLG eingegangenen Neuheitenanmeldungen abzulesen ist, ist auf der diesjährigen Agritechnica mit einem Feuerwerk an Innovationen zu rechnen. Damit ist die Agritechnica das weltweit wichtigste Forum zur Präsentation neuer Maschinen und Geräte. Sie baut ihre Position als die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landtechnik weiter aus. Und das in einem Sektor, der mit einem massiven Anstieg der Nachfrage in den nächsten Jahren konfrontiert sein wird. Landwirtschaft ist Zukunft!


Überragende Beteiligung aus dem Ausland

Der starke Ausstellerzuwachs ist mit einem Plus von rund 20 Prozent gegenüber der letzten Veranstaltung überwiegend aus dem Ausland zu verzeichnen. Erstmals kommt die Hälfte der Aussteller aus dem Ausland. Die meisten der insgesamt 1.334 Auslandsunternehmen rekrutieren sich aus Italien (309 Unternehmen), den Niederlanden (109), aus Frankreich (90), China (83), Österreich (76), Türkei (66), Dänemark (58), Kanada (48), Großbritannien (43), Spanien (40), Polen (38), Indien (35) und Finnland (34). Auffallend ist, dass aus fast allen Ländern Zuwächse zu verzeichnen sind.


Agrarwirtschaft nimmt Schlüsselrolle im 21. Jahrhundert ein

Die DLG sieht in diesem Anmeldeergebnis eine deutliche Bestätigung für den Aufschwung innerhalb der gesamten globalen Agrarwirtschaft. Die internationalen Märkte für landwirtschaftliche Rohstoffe boomen, Landwirtschaft ist „in". Sie ist eine der Schlüsselbranchen im 21. Jahrhundert. Allerdings erfordert die sich verändernde Agrarwelt mit weltweit knapper werdenden Rohstoffen jetzt eine Strategie, die noch ungenutzten Potenziale der Landbewirtschaftung erschließt. Es geht darum, bei begrenzten und endlichen Ressourcen nachhaltig hochqualitative Agrarrohstoffe in ausreichender Menge, Qualität und gesellschaftlicher Akzeptanz zu produzieren.

Im Jahr 2050 sollen rund neun Milliarden Menschen ernährt werden. Gleichzeitig steigt der Bedarf an agrarischen Rohstoffen für die Energieerzeugung. Fukushima hat weltweit zur Diskussion um die Energieversorgung der Zukunft geführt und, besonders in Deutschland, eine radikale Energiewende ausgelöst. Dabei bestehen auch Unsicherheiten in der Einschätzung über die Entwicklung der Rahmenbedingungen. So werden von Politik und Gesellschaft immer neue Standards für die Bewirtschaftung der Flächen bzw. für die Prozessketten gesetzt. Hinzu kommt eine Diskussion um die Ausrichtung der Agrarpolitik aus Brüssel, die es sich zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2013 die Grundlagen der zukünftigen Agrarpolitik neu zu definieren, und deren Ergebnisse bisher nicht vorhersehbar sind. Darüber hinaus hat die Landwirtschaft mit zunehmend volatileren Weltmärkten und steigenden witterungsbedingten Produktionsrisiken zu kämpfen.


Landwirtschaft braucht neue Konzepte und landtechnische Innovationen

Auf die Landwirtschaft kommen dadurch neue Herausforderungen zu, die aber gleichzeitig auch große Chancen eröffnen. Um diese Chancen ergreifen zu können, braucht die Landwirtschaft weitere und nachhaltige Konzepte sowie landtechnische Innovationen. Die Agritechnica gibt mit den Innovationen, dem Schwerpunkt Smart Farming, der Initiative für die Agrarforschung sowie mit dem Engagement für Ausbildung und Berufsnachwuchs die Themen der nächsten Jahre vor. Sie schafft Diskussionsplattformen und zeigt Lösungswege auf. Mit dem überragenden landtechnischen Angebot ist die Agritechnica hierfür die bedeutendste Informationsplattform. Hier wird das weltweit größte und an Innovationen unübertroffene Angebot an moderner Landtechnik sowie an Komponenten und Ersatzteilen präsentiert. Alle international führenden Unternehmen der Branche sind vertreten und präsentieren individuelle Strategien für jeden Betriebstyp. Sie zeigen eine den unterschiedlichen Bedingungen und Anforderungen angepasste Produktpalette. Jeder Landwirt wird auf der Agritechnica das finden, was er für die erfolgreiche Zukunftsausrichtung seines Betriebes benötigt.


Europas Landwirte: Stabile Geschäftslage auf hohem Niveau

Europas Landwirte blicken optimistisch in die Zukunft. Dies zeigen die Ergebnisse des Trendmonitors Europa, den die DLG zusammen mit Europas führendem Agrarmarkt-Forschungsinstitut, der Kleffmann Group (Lüdinghausen/Westfalen), aktuell in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Ungarn und Tschechien durchgeführt hat. Die Landwirte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erachten der Umfrage zufolge ihre aktuelle Geschäftslage stabil auf hohem Niveau. Auch für die Länder Polen, Tschechien und Ungarn kann im langjährigen Trend eine positive Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage verzeichnet werden. Offensichtlich sind diese Länder in „Europa angekommen" und richten große Teile ihrer Produktion an den globalen Rahmenbedingungen aus. Wie die Ergebnisse für Deutschland, Frankreich und Großbritannien weiter zeigen, sind die Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten weiter auf hohem Niveau. Auch die Landwirte und Investoren in Polen, Ungarn und Tschechien erwarten zukünftig eine positive Geschäftsentwicklung für ihre Unternehmen. Dies zeigt den Optimismus, den die Betriebe im Sektor Landwirtschaft auszeichnet. Unsicherheiten bestehen in einzelnen Regionen durch die regional schwierige Ernte und ein bisher noch nicht exakt abschätzbares Umfeld für den globalen Getreidemarkt.


Fast jeder zweite Landwirt will investieren

Wie die Ergebnisse des aktuellen Trendmonitors zeigen, will fast die Hälfte der Landwirte in den kommenden zwölf Monaten investieren. Dies ist im Vergleich zur Frühjahrsbefragung ein etwas niedrigerer Wert, der unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass im ersten Halbjahr 2011 bereits umfangreich investiert wurde. Mit Blick auf die mittel- und langfristigen Trends kann festgehalten werden, dass über 60 Prozent der Betriebsleiter mit Investitionen die Effizienz der Produktion und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern wollen. Für mehr als 40 Prozent der befragten Betriebsleiter geht dies mit der Expansion des Betriebes und entsprechenden Erweiterungsinvestitionen einher. Haupttreiber für Investitionen ist die Außenwirtschaft. Günstig auf die Investitionsneigung wirkt sich das weiterhin sehr attraktive Zinsniveau aus.


350.000 Besucher erwartet

Die richtige Ausrichtung auf die neuen Herausforderungen und Chancen lösen einen außerordentlichen Informationsbedarf bei den Landwirten aus dem In- und Ausland aus. Sie wollen jetzt die vorhandenen Potenziale auf ihren Standorten noch effektiver, effizienter  und nachhaltiger nutzen. Die Agritechnica bietet ihnen mit ihrem einzigartigen Informationsangebot die geeignete Plattform.

Mit 355.000 Fachbesuchern, darunter 80.000 aus dem Ausland, hatte die Agritechnica 2009 eine große Anziehungskraft auf die Lohnunternehmer, Maschinenringe und Landwirte aus aller Welt ausgeübt. Die Agritechnica wird auch in 2011 der Treffpunkt für die weltweite Agrarbranche sein. Die DLG erwartet einen Besucherstrom in etwa gleicher Höhe wie 2009. (dlg)

Pressekontakt
Herr Friedrich W. Rach
Telefon: 069-24788-202
Fax: 069-24 788-112
E-Mail: f.rach@DLG.org
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Agritechnica
Agritechnica
Messegelände
30521 Hannover
Deutschland
Telefon:  +49  0511  89-0
Web:  www.agritechnica.com
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