23.10.2015 | 17:25:00 | ID: 21286 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Backhaus: Neue Fangquoten nur ein Kompromiss

Schwerin (agrar-PR) -

In der vergangenen Nacht wurden in Brüssel die Fischfangquoten für 2016 verkündet.

„Dorsch und Hering machen zusammen rund 60 % des Einkommens unserer Fischer aus. Dass nun die Quote für den Hering erhöht wurde, ist ein gutes Zeichen. Dass die Quote für den Dorsch in Anführungsstrichen nur um 20 % gekürzt wurde, ist in Anbetracht der 82 %, die im Raume standen, gerade noch so zu ertragen. Ich appelliere daher an die Wissenschaft, den Bund und die EU: Gehen sie nicht so mit unserer Fischerei um. Hinter all diesen Zahlen stehen auch Menschen, die von ihrer Arbeit leben müssen“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV.

Bei einer Erhöhung der Heringsquote um 18 % dürfte 2016 für MV eine Grundquote von 8.727 t zur Verfügung stehen. Bei einer 100 prozentigen Ausfischung und Preisen des Jahres 2015 kann 2016 mit einem zusätzlichen Erlös aus der Heringsfischerei von ca. 500.000 Euro gerechnet werden. Bei einer Verringerung der Dorschquote um 20 % stehen 2016 für MV 1.868 t zur Verfügung. Bei einer 100 prozentigen Ausfischung und Preisen des Jahres 2014 kann mit einem Erlös von ca. 2 Mio. Euro gerechnet werden. Das sind 75 % der Jahresdurchschnittserlöse aus der Dorschfischerei der Jahre 2010 bis 2014. Zudem wurde die Laichschonzeit beim Dorsch vorgelegt und um 14 Tage verlängert (Mitte Febr. – bis Ende März). Die Beschlüsse bilden eine gute Grundlage dafür, dass die Bestände der Ostsee in absehbarer Zeit nachhaltig bewirtschaftet werden können. Dann sind auch beim Dorsch wieder Quotenerhöhungen zu erwarten. „Vor diesem Hintergrund wurden auch sozioökonomischen Aspekten beim Dorsch weitgehend Rechnung getragen. Dafür habe ich mich mehrfach vor Ort in Brüssel bei der EU-Kommission eingesetzt. Wir müssen mit den Fischern zusammen eine dauerhafte ökonomisch und ökologisch nachhaltige Fischerei entwickeln. Andernfalls werden noch mehr Unternehmen aufgeben und dieser Wirtschaftszweig wird damit noch weiter geschwächt werden. Das können wir nicht wollen“, unterstrich der Minister. (regierung-mv)

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