17.09.2021 | 15:45:00 | ID: 30943 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Das große Aufräumen: Umweltminister Vogel ist Schirmherr des Clean-Up-Days in Brandenburg - Landesforst macht mit

Potsdam (agrar-PR) - Jedes Jahr landen viele Tonnen Müll auch in Brandenburg illegal in der Natur, in Parks oder an Straßenrändern. Allein aus dem Landeswald wurden im vergangenen Jahr knapp 8.000 Kubikmeter Müll vom Landesbetrieb Forst entfernt. Für das Jahr 2019 meldeten die öffentlich-rechtlichen Entsorger in Brandenburg fast 6.000 Tonnen wilden Müll, die entsorgt wurden. Am morgigen Samstag, 18. September, nutzen viele Ehrenamtliche und Engagierte den deutschlandweitern Clean-Up-Day, um auf das Problem des „Litterings“ hinzuweisen. Der zum Agrar-Umweltministerium gehörende Landesforst macht mit vielen Aktiven vor Ort in Brandenburg mit.

Schirmherr und Umweltminister Axel Vogel: „Es wäre wünschenswert, wenn dieser `wilde Müll´ gar nicht erst entsteht und er stattdessen den Weg in die Recycling- und Beseitigungsstrukturen findet. Das käme der Natur zugute, der Kreislaufwirtschaft und den Menschen, die für die Achtlosigkeit und Rücksichtslosigkeit anderer bezahlen müssen. Doch leider, so stellen wir fest, ist das nach wie vor häufig nicht der Fall. Ich unterstütze deshalb die Aktionen in Brandenburg, bei denen es zwar einerseits um das Entfernen von illegalen Mülls geht, aber – und das ist fast noch wichtiger – andererseits ein Zeichen setzen sollen gegen den rücksichtslosen Umgang mit Mitmenschen, Natur und Stadtbildern.“

In Brandenburg beteiligt sich unter anderem die Stadt Seelow mit der Aktion „Seelow räumt auf! – Für eine saubere Stadt“, ebenfalls unter der Schirmherrschaft von Minister Vogel am Clean-Up-Day. Daneben nehmen viele weitere Initiativen am Clean-Up-Day teil – darunter werden rund 20 Müllsammel-Aktionen im ganzen Land vom Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und den Förstereien vor Ort rund um den Aktionstag unterstützt und organisiert. Hierfür haben sich die örtlichen Förstereien in Vereinen, bei Anwohnerinnen und Anwohnern, Schulklassen und vielen weiteren Ehrenamtlichen helfende Hände gesucht. Bei den Sammelaktionen vermitteln die Forstleute wichtige Informationen zum Wald und erklären, warum illegaler Müll dem Ökosystem Wald schadet. Das Agrar-Umweltministerium hat die Ausstattung der Helferinnen und Helfer mit Sicherheitskits für verschiedene Aufräumaktionen, auch von Schülerinnen und Schülern, finanziell unterstützt. 

Dass die Vermüllung vor allem in den Wäldern zugenommen hat, zeigt sich auch an den vielen Anzeigen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich an den Landesbetrieb Forst wenden. Dabei geht es über Kaffeebecher oder Plasitkverpackungen hinaus: Bauschutt oder alte Elektrogeräte werden in den Wäldern entsorgt. Das Problem ist dabei, der Verursacher habhaft zu werden. Die Kosten für das Einsammeln und die Entsorgung tragen Steuer- und Gebührenzahler. Wilder Müll wirkt sich zudem auf Umwelt- und Natur aus. Es entstehen schädliche Abbauprodukte und Giftstoffe, die in das Wasser, den Boden und die Luft gelangen.

„Ziel muss es zunächst sein, Müll zu vermeiden, indem man beispielsweise beim Einkauf auf Produkte ohne Verpackung, Mehrweglösungen oder aber Produkte mit weniger Verpackung zurückgreift. Nicht vermeidbarer Müll sollte getrennt entsorgt und so die Wertstoffe der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden. Ein Unding ist aber die Entsorgung von Müll oder das achtlose Wegwerfen in Straßen, Parks oder Wäldern. Ich danke daher jetzt schon den Initiativen für ihr Engagement und hoffe, dass sie dazu beitragen, bei einigen Menschen für ein Umdenken zu sorgen“, so Axel Vogel.  

Axel Vogel mahnt in diesem Zusammenhang zu besonderer Vorsicht bei privaten Anbietern, die die Abnahme von Abfällen zu Dumpingpreisen anbieten. „Müllentsorgung kostet Geld. Dafür zahlen wir Gebühren an die öffentlich-rechtlichen Entsorger. Wenn Anbieter die Entsorgung zu erstaunlich günstigen Kosten anbieten, sollte man vorsichtig sein und bedenken, dass illegal entsorgter Müll letztlich doch wieder bei den Öffentlich-rechtlichen Entsorgern landet und die Kosten auf die Gebührenzahler umgelegt werden.“

Hintergrund:

Jedes Jahr werden 8 Millionen Tonnen Müll in unseren Ozeanen entsorgt, allein 192 Millionen Tonnen Plastikmüll finden sich weltweit auf Landflächen wieder.

2008 haben sich zum ersten Mal für fünf Stunden 50.000 Bürgerinnen und Bürger in Estland zusammengetan, um Müll zu sammeln und fachkundig zu entsorgen. Im Laufe der Jahre verbreitete sich die Initiative des Clean-Up-Days und wurde 2018 auch nach Deutschland geholt. Sie findet immer am 3. Samstag im September statt und fällt in diesem Jahr auf den 18. September. Inzwischen versammeln sich in über 160 Ländern Menschen an unterschiedlichen Orten, um achtlos beseitigten Müll auf Straßen, in Parks, Wäldern, Flüssen, Flussufern und Stränden sowie Meeren einzusammeln. Im vergangenen Jahr beteiligten sich weltweit 11 Millionen Menschen an der Aktion. 

Unter https://worldcleanupday.de können die verschiedenen Sammelaktionen eingesehen werden, an denen sich alle beteiligen können.

 

Frauke Zelt
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