20.05.2021 | 11:43:00 | ID: 30235 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Größte Anbaufläche für Hafer seit 1990 in Brandenburg

Potsdam (agrar-PR) - Nach einer ersten Schätzung der Ernte- und Betriebsberichterstatter wächst in Brandenburg zur Ernte 2021 auf einer Fläche von 497.700 Hektar Getreide. Die Anbaufläche nahm gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um knapp 4.700 Hektar bzw. 1 Prozent ab, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.
Beim Hafer, Brandenburgs wichtigstem Sommergetreide, kam es zu einer deutlichen Anbauausdehnung um fast 26 Prozent. Dieses Getreide steht auf 22.300 Hektar. Zuletzt wurde 1990 mit fast 28.600 Hektar mehr Hafer angebaut.

Roggen bleibt die anbaustärkste Getreideart in Brandenburg, obwohl sich die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 167.300 Hektar verringerte. Die mit Winterweizen bestellte Fläche blieb mit 155.100 Hektar nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen sank die Anbaufläche von Sommerweizen um fast 40 Prozent auf 1.800 Hektar. Nur 2009 wurde fast genauso wenig Sommerweizen auf Brandenburgs Flächen ausgebracht. Der Anbau von Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen) ging gegenüber 2020 um mehr als 4 Prozent auf 30.900 Hektar zurück. Zuletzt war die Anbaufläche 1994 geringer. Die Fläche von Wintergerste blieb mit 95.600 Hektar fast unverändert.

Die Anbaufläche für Sommergerste wurde um 2 Prozent auf 5.200 Hektar ausgedehnt. Nachdem der Anbau von Winterraps 2019 stark zurückgegangen war, vergrößerte sich die Anbaufläche 2021 das zweite Jahr in Folge. Die Fläche nahm gegenüber dem Vorjahr um fast 9 Prozent auf 83.600 Hektar zu. Im Vergleich zu 2018 ist das immer noch ein Minus von 32 Prozent.

Nachdem sich die Maisanbaufläche (Körner- und Silomais) in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht hatte, ist diesem Jahr ein Rückgang zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sie sich um rund 4 Prozent auf 224.300 Hektar. Beim Kartoffelanbau ist ein Rückgang um fast 4 Prozent auf 11 100 Hektar zu vermelden. Zuckerrüben werden voraussichtlich auf 6.600 Hektar gerodet. Das entspricht in etwa dem Niveau vom Vorjahr. Der Anbau von Futtererbsen erhöhte sich um fast 10 Prozent auf 9.700 Hektar. Dagegen verringerte sich die Fläche der Süßlupinen um 17 Prozent auf nur noch 6.700 Hektar. Eine kleinere Anbaufläche für diese Hülsenfrucht gab es in Brandenburg bisher nicht.

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