05.08.2021 | 20:57:00 | ID: 30655 | Ressort: Verbraucher | Verbraucherschutz

Lithium-Ionen-Akkus: Vorsicht Brandgefahr!

Kassel (agrar-PR) - Wer Lithium-Ionen-Akkus lagert oder auflädt, muss sein betriebliches Brandschutzkonzept anpassen.
Defekte Lithium-Ionen-Akkus können Brände und Explosionen verursachen. Um dem vorzubeugen, müssen Unternehmer eine Gefährdungsbeurteilung für das Laden und das Lagern der Akkus erstellen und ein Brandschutzkonzept dafür erarbeiten. Ein Merkblatt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft mit Tipps, wie Bränden vorzubeugen ist, kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.shop.vds.de/publikation/vds-3103/. Auch die Feuerwehr informiert. Allgemein gilt: Beachten sie die Herstellerhinweise, verhindern sie äußere und innere Kurzschlüsse, schützen Sie Akkus vor Beschädigungen und Überhitzung.

Feuerbeständiges Lager
Lagern Sie Akkus von Gartengeräten, zum Beispiel Freischneidern, in abgetrennten Bereichen mit einem Abstand von mindesten fünf Metern zu anderen brennbaren Gegenständen. Nehmen Sie das Risiko der Akkulagerung in Ihre Gebäudebrandversicherung mit auf.

Beschädigte Akkus
Schäden an Akkus sind äußerlich nicht immer erkennbar. Deshalb darf ein heruntergefallener Akku nicht wieder aufgeladen werden, bevor er nicht vom Händler geprüft wurde. Entsorgen Sie unbedingt defekte Akkus bevor sie Schaden anrichten.

Brennende Akkus
Brennende Lithium-Ionen-Akkus löscht man mit Wasser. Metallbrandlöscher (Feuerlöscher der Klasse D) oder Sand sind hierfür nur bedingt geeignet. Schützen Sie sich dabei mit einem Augen- und Atemschutz sowie mit Schutzhandschuhen.

Einmal jährlich zur Elektroprüfung
Ladegeräte gehören zu den sogenannten ortsveränderlichen elektrischen Anlagen und müssen deshalb jährlich durch eine Elektrofachkraft geprüft werden. Darüber hinaus ist eine Sichtprüfung von Ladegerät und Akku durch den Anwender vor jedem Einsatz erforderlich.

Was macht Lithium-Ionen-Akkus so gefährlich?
Lithium ist ein Leichtmetall, dadurch sehr reaktionsfreudig und leicht brennbar. Ein Akku besteht aus mehreren in Reihe geschalteten Zellen, in denen Lithium gelöst ist. Im Schadensfall wird die gespeicherte Energie schlagartig frei und setzt eine Kettenreaktion in Gang. Es entstehen brennbare Gase und Sauerstoff. Der Druck steigt, es kommt zu einer Flamme und der Akku explodiert.

Weitere Informationen:
Martina Opfermann-Kersten
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
- Stabsstelle Selbstverwaltung/Öffentlichkeitsarbeit -
Weißensteinstraße 70-72
34131 Kassel
Tel.: 0561 785-16183
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