08.02.2021 | 20:37:00 | ID: 29738 | Ressort: Umwelt | Umweltpolitik

Michaela Kaniber: Artenschutz in Bayern Vorbild für andere Länder – Gute Kooperation nicht unnötig gefährden

München (agrar-PR) - Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat mit großer Verwunderung die jüngsten Vorwürfe des Bund Naturschutz zur Kenntnis genommen: „Wenn der Bund Naturschutz kritisiert, dass ich mich im Sinne des Naturschutzes bei Bundeskanzlerin Angela Merkel für die vernünftige Umsetzung des Aktionsplans Insektenschutz (API) einsetze, wirft das Fragen auf: Will der Bund Naturschutz jetzt die Gemeinsamkeit des Runden Tisches gefährden?
Dort haben wir alle nach dem Volksbegehren für mehr Artenschutz einen entscheidenden Fortschritt im Miteinander von Landwirtschaft und Ökologie erreicht. Auch der Bund Naturschutz saß dabei mit am Tisch“, sagte die Ministerin mit Blick auf die Umsetzung des Volkbegehrens und das Versöhnungsgesetz. „Es ist meine Pflicht davor zu warnen, dass die jüngsten Pläne des Bundesumweltministeriums diese guten und einvernehmlichen Lösungen in Bayern zunichte gemacht würden.

Wir wollen diese Leistungen der Landwirtschaft für den Artenschutz, die wir in Bayern vereinbart haben, dauerhaft sichern. Der Bund Naturschutz sollte das bayerische Vorbild dazu verwenden, in anderen Bundesländern für ähnlich gute Regelungen zu werben. Wir brauchen mehr Gemeinsamkeit von Ökologie und Landwirtschaft. Das maximale Gegeneinander ist ein Rückschritt, wir sind schon weiter. Wir gehen mit Förderprogrammen und freiwilligen Ansätzen gemeinsam einen erfolgreichen Weg. Der Bund Naturschutz sollte ihn nicht wieder verlassen“, sagte Ministerin Michaela Kaniber.

Die Ministerin verweist in diesen Zusammenhang auf in diesem Jahr zusätzlich neu geschaffene Fördertatbestände im Kulturlandschaftsprogramm (KULAP), wie zum Beispiel zum Herbizidverzicht im Ackerbau. Darüber hinaus werden innovative mechanische Unkrautbekämpfungsmethoden (Robotik) im Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft gefördert. Letztlich müsse es gelingen, dass gerade die bäuerlichen Familienbetriebe den Spagat zwischen der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln einerseits und den Zielen Ertragssicherheit, Qualität und Lebensmittelsicherheit schaffen.

„Statt plakative Maximalforderungen aufzustellen, sollte der Bund Naturschutz zu einem fairen Miteinander und einem praktikablen Interessensausgleich zurückkehren. Dass die landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern eine ökonomische Zukunftsperspektive haben, muss auch dem Bund Naturschutz am Herzen liegen. Wir wollen Natur- und Artenschutz gemeinsam mit den Bauern, nicht gegen sie“, sagte Ministerin Kaniber.
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