12.10.2021 | 11:18:00 | ID: 31181 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Unerwartet hohe Endbestände drücken US-Sojakurse

Berlin (agrar-PR) - Der Ende September veröffentlichte Quartalsbericht über die US-Vorräte überraschte die Marktteilnehmer, infolgedessen rutschten die Sojakurse an der Börse in Chicago ab.
Der vierteljährliche USDA-Vorratsbericht sorgt auch im Oktober 2021 für Wirbel am Sojamarkt, denn die Zahlen waren in dieser Höhe von den Marktteilnehmern nicht erwartet worden. Der Fronttermin in Chicago verlor schlagartig und erreichte im Tagesverlauf Tiefstände wie seit Januar 2021 nicht mehr.

Nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) lagerten in den USA am 1. September 2021 knapp 7 Mio. t Sojabohnen. Wie erwartet lag dies unter den Beständen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Marktteilnehmer hatten nur 6,4 Mio. t erwartet.

Die neue Schätzung setzte die Soja-Notierungen unter Druck. Das USDA hat in der neuen Schätzung den Bedarf für die Futtermittelproduktion gesenkt. Außerdem werden Verzögerungen bei der Verschiffung erwartet, da durch den Wirbelsturm Ida Ende August 2021 Hafenanlagen am Golf von Mexiko beschädigt worden waren.

Außerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe lagerten wie im Vorjahr rund 73 % der Vorräte, also 5,1 Mio. t. Das entspricht etwa der Hälfte der außerhalb gelagerten Vorjahresmenge von 10,4 Mio. t. Die Erzeuger hatten bis zum Ende der Saison 2020/21 von den im Jahr 2020 geernteten 112,5 Mio. t rund 98,4 % verkauft und damit deutlich mehr als aus der kleineren Ernte im Vorjahr. 2019 waren 96,7 Mio. t geerntet worden, wovon Anfang September noch 4 % auf den Farmen lagerten.

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