12.12.2011 | 15:15:00 | ID: 11647 | Ressort: Landwirtschaft | Tier

Unsere Tierhaltung ist besser als ihr Ruf

Hannover (agrar-PR) - Als wichtigen Erfolgsfaktor für landwirtschaftliche Betriebe sieht Landvolkpräsident Werner Hilse neben einer exzellenten Produktion vor allem auch die Akzeptanz beim Verbraucher.
„Für den Erfolg unserer Höfe ist die Anerkennung durch die Gesellschaft genauso wichtig wie die Ernteerträge auf dem Acker oder die Leistung unserer Nutztiere", verdeutlichte Hilse auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Hannover. Er verwahrte sich gegen unsachliche Kritik, die mit Stimmungsmache und in Teilen auch Hetze eine ganze Branche an den Pranger stellen wolle. Hier seien Information und Aufklärung gefragt, der Verband wolle ebenso wie jeder Landwirt gegenüber den Verbrauchern erklären, warum und wieLandwirtschaft betrieben wird.

Jeder Landwirt verknüpfe seine unternehmerische Freiheit eng mit der Verantwortung gegenüber Verbrauchern, Familien, Mitarbeitern und den weiter verarbeitenden Unternehmen, sagte Hilse vor den Delegierten und Ehrengästen. Auch gegenüber Umwelt und Natur habe die Einhaltung entsprechender Standards eine herausgehobene Bedeutung für jeden landwirtschaftlichen Unternehmer. „Unsere Tierhaltung ist besser als das Bild, das viele Kritiker von ihr zeichnen", verdeutlichte Hilse. Er signalisierte gegenüber der Politik die Bereitschaft des Berufsstandes, neue Erkenntnisse aufzunehmen und so weit wie möglich auch machbare Kompromisse mitzutragen.

Das Landvolk werde sich deshalb aktiv in die öffentliche und insbesondere von den Medien geführte Debatte über den Tierschutz einbringen und am niedersächsischen Tierschutzplan konstruktiv mitarbeiten. „Die Einschätzung der praktischen Landwirte ist auch in der Politik gefragt, um machbare und praktikable Änderungen auf den Weg bringen zu können", sagte Hilse. Eine sachliche und an Fakten orientierte Diskussion wünschte er sich auch zum Medikamenteneinsatz in der Nutztierhaltung.

Landwirtschaftsminister Gert Lindemann habe die Unterstützung des Berufsstandes bei dem Bemühen, den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung zu evaluieren und wo möglich zu minimieren. Hilse rief zugleich dazu auf, das Thema Antibiotikaresistenz nicht allein mit Blick auf die landwirtschaftliche Tierhaltung kritisch zu beleuchten. Auch ein unsachgemäßer Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin leiste der Resistenzbildung bei Keimen Vorschub. Echte Erfolge seien daher nur bei abgestimmten Strategien zu erreichen.

Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung gilt in Niedersachsens Land- und Ernährungswirtschaft als der wichtige Eckpfeiler, der ein sicheres und für die Zukunft gefestigtes Fundament benötigt. Hilse warnte vor zu hohen politischen Anforderungen an die landwirtschaftlichen Betriebe. Kleinere Höfe würden damit zum Aussteigen veranlasst, auf der anderen Seite werde weiteres Wachstum beschleunigt. Und diese Entwicklung gebe in der Gesellschaft Anlass zu Kritik. (LPD)
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