11.10.2018 | 14:22:00 | ID: 26328 | Ressort: Umwelt | Veranstaltungen

Wie kommt der Zauber in die Pilze?

Seebach (agrar-PR) - Mikrobiologe aus Jena spricht über Kahlköpfe und ihren Wert für die Medizin / Pilzexperten-Runde tagt im Schwarzwald
Forscherinnen und Forscher mit dem gemeinsamen Schwerpunkt Pilzbiochemie, Pilzgenetik und Pilzökologie sind Ende kommender Woche im Nationalpark Schwarzwald zu Gast. Das Schutzgebiet ist in diesem Jahr Austragungsort für das sogenannte Basidionet-Treffen. Hier können sich Fachleute aus den unterschiedlichsten Disziplinen, von Mikrobiologie bis Medizin, zu Ständerpilzen (Basidiomyceten), speziellen Mikroorganismen, austauschen. Professor Dirk Hoffmeister aus Jena wird im Rahmen des Basidionet-Treffens am Freitag, 19. Oktober in einem öffentlichen Vortrag eine ganz spezielle Pilzgattung unter diesen Ständerpilzen näher vorstellen: Die Kahlköpfe (Psilocybe), die auch als „Zauberpilze“ bekannt sind.

„Sie sind weit verbreitet und Bestandteil der Pilzflora Südwestdeutschlands – und damit auch im Nationalpark zu finden“, sagt Flavius Popa, Leiter des Sachbereichs Mykologie und Bodenökologie des Nationalparks Schwarzwald. Berühmt-berüchtigt wurden die Kahlköpfe dadurch, dass sie hochwirksame, bewusstseinsverändernde Inhaltsstoffe produzieren. Darunter das Psilocybin, das im Fruchtkörper der Kahlköpfe vorkommt – also im oberirdisch sichtbaren Teil des Lebewesens, den man eben landläufig als Pilz bezeichnet. Dies brachte den Kahlköpfen auch den Namen Zauberpilze ein.

„Als illegale Substanzen sind diese Wirkstoffe und die Pilze zwar in Verruf gekommen, weit fortgeschrittene klinische Studien beweisen jedoch den großen pharmazeutischen Wert und die Wirksamkeit dieser Inhaltsstoffe – zum Beispiel gegen Depressionen“, sagt Flavius Popa. Prof. Hoffmeister erklärt in seinem Vortrag unter anderem, wie die Kahlköpfe die bewusstseinsverändernden Inhaltsstoffe herstellen – und mit welchen biotechnologischen Verfahren größere Mengen davon produziert werden könnten.

Weitere Informationen im Internet auf www.nationalpark-schwarzwald.de oder bei:
Nationalpark Schwarzwald – Pressestelle, Anne Kobarg und Franziska Schick
Tel: 07449 / 929 98 14, Mobil: 0173 / 438 21 80, E-Mail: Pressestelle@nlp.bwl.de

Hintergrund
Basidionet ist ein Forschungsverbund von Wissenschaftlern verschiedener Universitäten, Unternehmen und anderen Interessenten an Basidiomyceten. Gegründet am 23. Juni 2010 in Hannover, ist es das Ziel von basidionet, eine für alle interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler offene Plattform zum Informationsaustausch über diese weithin vernachlässigte Abteilung von Mikroorganismen zu bieten. Mehr: www.basidionet.uni-hannover.de.

Termin
Professor Dirk Hoffmeister aus Jena stellt eine ganz spezielle Pilzgattung unter den Ständerpilzen (Basidiomyceten) vor: Die Kahlköpfe (Psilocybe), die auch als „Zauberpilze“ bekannt sind. Was es mit dem Zauber in diesen Pilzen auf sich hat, und welche pharmazeutische Bedeutung sie haben, erfahren Interessierte hier.

Hinweis: Veranstaltung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen / Kinderwagen geeignet. Individuelle Bedürfnisse bitte vorher abklären.

Termin: Freitag, 19. Oktober, 20 – ca. 21.30 Uhr

Treffpunkt: Nationalparkzentrum Ruhestein / Seminarraum Wilder See

Referent: Prof. Dr. Dirk Hoffmeister, Pharmazeutische Mikrobiologie, Friedrich-Schiller-Universität

Teilnehmer: alle Interessierten
Anmeldung: nicht erforderlich
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