11.04.2014 | 13:20:00 | ID: 17526 | Ressort: Umwelt | Beruf & Bildung

Wirtschaften & Leben ohne Erdöl: Universität Hohenheim startet neuen Master of Bioeconomy

Stuttgart/Hohenheim (agrar-PR) - Anspruchsvolles Studienangebot für Bachelor-Absolventen der Fachrichtungen Wirtschaft, Technik, Ernährung/Lebensmittel und Agrar / Bewerbung bis 15. Juni!

PRESSEFOTOS unter http://uhoh.de/pm-bilder/19016

Das dürfte einmalig sein: Eine Universität, die die gesamte Breite ihres Knowhows in einen Studiengang fließen lässt. Der neue „Master of Bioeconomy“ bildet eine Generation von Fachkräften aus, die den knapp werdenden fossilen Rohstoffen eine Alternative entgegensetzen. Statt auf Erdöl & Co setzt die Bioökonomie auf erneuerbare Rohstoffe und Energie von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Studierende des neuen Masters erhalten das notwendige interdisziplinäre Wissen, um den komplexen Umbau unserer Wirtschaft zur Bioökonomie voranzutreiben und spezialisieren sich in einem der Bereiche Wirtschaft, Technik/Prozessoptimierung, Ernährung/Lebensmittel und Agrar. Entsprechend beteiligen sich alle drei Fakultäten Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Ausbildung. Bewerbungschluss ist bereits der 15. Juni!!! Infos & Erklärvideo unter www.uni-hohenheim.de/bioecon-msc

Weltweit verbraucht die Menschheit 15 Millionen Barrel Rohöl am Tag! Es steckt in unserer Kleidung, unseren Wohnungen, unseren Verpackungen. Wir brauchen es, um Nahrungspflanzen anzubauen, sie zu Lebensmitteln zu verarbeiten und zu transportieren. Wir nutzen es zum Autofahren, zum Heizen und zur Produktion von Strom. Doch: Erdöl und andere fossile Ressourcen gehen irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft zu Ende.

„Die Universität Hohenheim hat sich deshalb über alle Fakultätsgrenzen hinweg den Schwerpunkt Bioökonomie gesetzt“, erklärt der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Stephan Dabbert. Diese Wirtschaftsweise setzt auf Produkte und Produktionsweisen mit Rohstoffen, die von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen stammen.

Bioökonomie bedeutet neue Ressourcen, neue Produkte, neue Wirtschaftsweisen

„Die Herausforderung der Bioökonomie ist es, die neuen nachhaltigen Ressourcen möglichst effizient zu produzieren und zu nutzen“, so Agrarwissenschaftlerin Prof. Dr. Iris Lewandowski, die den Studiengang mit konzipierte. Dazu gehöre zum Beispiel die Zucht neuer Pflanzen, die auf kargen Böden mit wenig Wasser wachsen.

„Diese Ressourcen wollen wir für neuartige Produkte nutzen – zum Beispiel Bio-Kosmetika oder gesundheitsfördernde Lebensmittel“, ergänzt Prof. Dr. Lutz Fischer, Studiendekan der Fakultät Naturwissenschaften. „Gleichzeitig gilt es, politische Rahmenbedingungen und Unternehmensziele zu überdenken und gegebenenfalls ganze Produktionsketten neu auszurichten“, betont Prof. Dr. Herbert Meyr aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachgebiet BWL insb. Supply Chain Management.

Es ist eine komplexe Aufgabe, für die es eine neue Generation von Fachkräften brauche. „Die Bioökonomie braucht Menschen, die ein Grundverständnis aller notwendigen Prozesse haben, um sich dann in bestimmten Bereichen zu spezialisieren“, fasst Rektor Prof. Dr. Dabbert zusammen. „Diese Menschen bilden wir jetzt in einem gemeinsamen Studiengang der Fakultäten Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus.“

Bioökonomie studieren bedeutet breite Ausbildung mit vertieften Schwerpunkten

So umfassend wie der neue Masterstudiengang ist auch der Personenkreis, den die Universität Hohenheim ermutigt, sich zu bewerben. In Frage kommen Studierende mit einem Bachelor-Abschluss aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaft & Technik, Ernährung & Lebensmittel sowie Agrarwissenschaften und verwandten Gebieten.

Im ersten Jahr vermittelt der Studiengang die Grundlagen der Bioökonomie und das Basiswissen zu allen Aspekten der neuen Wertschöpfungsketten und ihrer Abhängigkeiten voneinander. Drei verschiedene Einführungsmodule holen die Teilnehmer an ihrem jeweiligen Bachelorabschluss ab und vermitteln genug Grundlagenwissen, um mit den Kommilitonen aus anderen Studienrichtungen zusammen zu arbeiten.

Dazu vermittelt der Studiengang Wissen und Methoden für die systematische Analyse von biobasierten Wirtschaftssystemen. Die Themen reichen von der Analyse der biobasierten Ressourcen aus Sicht der Natur- und Agrarwissenschaften bis zur ökonomischen Analyse und Optimierung der Produktion entlang der gesamten biobasierten Wertschöpfungskette.

Das zweite Studienjahr dient der Spezialisierung. In dem „Projects in Bioeconomic Research“ arbeiten die Studierenden mit Industrieunternehmen oder anderen Organisationen für eine systematische Untersuchung zusammen, die ein bestimmtes Produkt von der Entwicklung bis zur Markteinführung verfolgt.

Voraussetzungen sind gute Englisch-Kenntnisse und einen Abschluss, der zu den besten 40 % des Jahrgangs gehört. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2014. Ausführliche Informationen unter www.uni-hohenheim.de/bioecon-msc.

Hintergrund: Studieren an der Universität Hohenheim

Einzigartig auf dem schönsten Campus Baden-Württembergs: Als älteste Universität der Landeshauptstadt Stuttgart forscht und lehrt die Universität Hohenheim in der spätbarocken Schlossanlage des Stuttgarter Stadtteils Hohenheim.

Gegründet nach einer verheerenden Hungersnot 1818 fühlt sich die Universität Hohenheim neben der Grundlagenforschung immer auch der Tradition verpflichtet, Antworten auf drängende Menschheitsfragen zu geben. Ihre heutige Stärke bezieht die Universität Hohenheim aus der Kombination der Fakultäten Agrarwissenschaften und Naturwissenschaften sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Mit rund 10.000 Studierenden in über 30 Studiengängen unterscheidet sich die Universität Hohenheim wohltuend von unübersichtlichen Massenuniversitäten. Ein weiterer Pluspunkt: das wirtschaftlich starke Umfeld der Region Stuttgart mit seinen Weltkonzernen und einem weltweit aktiven Mittelstand.

 

Links:

www.uni-hohenheim.de/bioecon-msc

www.bio-oekonomie.uni-hohenheim.de

 

Kontakt für Medien:

Prof. Dr. Iris Lewandowski, Universität Hohenheim/Fakultät Agrarwissenschaften, Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen

Tel.: 0711/459-22221, E-Mail: Iris_Lewandowski@uni-hohenheim.de

 

Prof. Dr. Lutz Fischer, Universität Hohenheim/Fakultät Naturwissenschaften, Fachgebiet Biotechnologie

Tel.: 0711/459-22311, E-Mail: Lutz.Fischer@uni-hohenheim.de

 

Prof. Dr. Michael Ahlheim, Universität Hohenheim/Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachgebiet VWL insb. Umweltökonomie sowie Ordnungs-, Struktur- und Verbraucherpolitik

Tel.: 0711/ 459-23596, E-Mail: ahlheim@uni-hohenheim.de

 

Prof. Dr. Herbert Meyr, Universität Hohenheim/Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachgebiet BWL insb. Supply Chain Management

Tel.: 0711/459-24590, E-Mail: H.Meyr@uni-hohenheim.de

 

Pressekontakt
Herr Florian Klebs
Telefon: 0711 - 45922003
Fax: 0711 - 45923289
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