01.02.2013 | 13:15:00 | ID: 14445 | Ressort: Umwelt | Pflanze

Wildapfel ist Baum des Jahres 2013

Schwerin (agrar-PR) - Er gilt als eine der Urformen der heutigen Kulturapfelsorten, der zum Baum des Jahres 2013 gekürte Wildapfel (Malus sylvestris) oder auch Holzapfel.
Man kann sich an ihnen die Zähne ausbeißen, so hart ist er eben, wie ein "Holz-Apfel". Viele Menschen glauben, der heimische Wildapfel ist der Urahn unserer Kulturäpfel. Wissenschaftler haben aber nun bewiesen, dass deren Vorfahren aus Asien stammen.

Der Wildapfel kommt im Wald, aber vor allem an Waldrändern und in Hecken vor. Eine Gefährdung für den Wildapfel stellt die Vermischung mit Kulturapfelsorten dar. Reine Wildapfelbäume sind daher heute nur selten zu finden und oft nicht einfach zu bestimmen.Auch wenn er wirtschaftlich heute keine große Rolle spielt, so ist der Wildapfel für die Ökologie, z.B. als Bereicherung der Artenvielfalt natürlich strukturierter Waldränder, von zunehmend großer Bedeutung.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus begrüßt das große Engagement der Landesforstverwaltung für die Erhaltung der Wildäpfel. So wurden seit Mitte der 90er Jahre etwa 1000 Vorkommen in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns erfasst. Etwa 90 % sind Einzel- bzw. Kleinstvorkommen mit ein bis vier Bäumen. Einige dieser Wildäpfel wurden geerntet, das Saatgut aufbereitet und zum Zwecke der Generhaltung ausgepflanzt.

Der Wildapfel ist er ein wichtiges Element der einheimischen Artenvielfalt und damit schützenswert. Die Bäume sind im Frühjahr mit ihren üppigen weiß-rosa Blüten ein ausdrucksstarkes Landschaftselement. Sie sind ökologische Nische für Kleinlebewesen, Bienenweide und Futterstelle für Wild und Vögel. Weil der Stamm des Wildapfels zur Höhlenbildung neigt, bietet er nachtaktiven Tieren wie Fledermäusen Unterschlupf oder ist Brutstätte für seltene Arten wie dem Steinkauz.

Der Wildapfel ist ein sehr seltender Baum mit hoher Symbolkraft. Der Ausspruch Martin Luthers, noch einen Apfelbaum pflanzen zu wollen, wenn auch morgen die Welt untergehen würde, zeugt von der Bedeutung des Apfels. (PD)
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