05.12.2011 | 12:40:00 | ID: 11582 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Minister Backhaus: Entsiegelung von Flächen ist aktiver Bodenschutz

Schwerin (agrar-PR) - Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern und der Rat für Nachhaltige Entwicklung veranstalten am Donnerstag, dem 8. Dezember 2011, auf dem Gut Dalwitz (Landkreis Rostock), einen Workshop zum Thema Entsiegelung, Renaturierung und Wiedernutzung baulicher Brachflächen
Mit diesem Workshop wollen der Minister und der Rat für Nachhaltige Entwicklung entsprechendem dem Anliegen des Internationalen Tag des Bodens, der jährlich am 5.Dezember begangen wird, Anregungen zum verantwortungsbewussten Umgang mit der natürlichen Ressource Boden geben.

"Der Boden stellt neben dem Wasser und der Luft die wichtigste Lebensgrundlage des Menschen dar. Er ist Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen, schützt das Grundwasser vor dem Eintrag von Schadstoffen und ist darüber hinaus Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Zunehmend wird erkannt, dass wir sparsamer mit der Ressource Boden umgehen müssen. Durch Bautätigkeit gehen in M-V täglich 7 ha verloren.

Insgesamt sind seit 1992 45.000 ha in Verkehrs- und Siedlungsflächen umgewandelt worden. Mit unserem Konzept zur Sanierung devastierter Landesflächeninländlichen Räumen leisten wir einen wirksamen Beitrag zum Bodenschutz" so der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus.

Im Rahmen dieses Rückbauprogramms, das für die Jahre 2010 und 2011 mit insgesamt 2 Millionen Euro ausgestattet ist, wurden bislang Maßnahmen in 45 Orten ungesetzt. "Ich würde mich sehr freuen wenn wir dieses Programm 2012/ 2013 fortsetzen könnten. Die entsprechenden Verhandlungen im Rahmen der Haushaltsberatungen sind aber noch nicht abgeschlossen", so Backhaus.

Der Minister mahnte in diesem Zusammenhang auch ein Umdenken in den Kommunen an. "Wir brauchen einen offenen Dialog zwischen Betroffenen und Entscheidungsträgern. Diesen wollen wir mit dem Workshop befördern", so der der Minister.


Themen der Veranstaltung sind unter anderem: Notwendigkeit von Flächenrecycling und Entsiegelung Vorschläge der Landwirtschaft zur Reduzierung des Flächenverbrauchs Naturschutz und Landwirtschaft - Gemeinsame Strategien zum Schutz und zur Entwicklung von Freiflächen.
Die Landesregierung ha sich in ihrer Koalitionsvereinbarung eindeutig zum Bodenschutz positioniert. So sollen im Rahmen der Ökokontierung zur Kompensation von Eingriffen in die Umwelt Entsiegelungsmaßnahmen einen höheren Stellenwert erhalten. Die Flächeninanspruchnahme von bislang unversiegelten Böden soll weiter reduziert werden. Rückbaumaßnahmen mit dauerhafter Entsiegelung sollen verstärkt Beitrag zum Ausgleich von Neuversiegelungen liefern.

Weitere Informationen zum Programm des Workshops sind im Internet unter www.lu.mv-regierung.de veröffentlicht. (PD)
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