07.06.2014 | 11:30:00 | ID: 17912 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Sonniges Pfingstwochenende erhöht die Waldbrandgefahr

Schwerin (agrar-PR) -

Trotz geringfügigen Niederschlägen in dieser Woche, hat die zuvor langanhaltende Trockenheit – verbunden mit sommerlichen Temperaturen – zu einem Anstieg der Brandgefahr in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns geführt. Im Land gab es in diesem Jahr bereits sieben Waldbrände bei denen insgesamt rund ein halber Hektar Fläche abbrannten. Aus Anlass der Wettervorhersage des bevorstehenden Pfingst-Wochenendes weist der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus darauf hin, dass zum Teil hohe Waldbrandgefahrenstufen ausgelöst wurden.

In den besonders gefährdeten Kiefernwäldern im Landkreis Ludwigslust- Parchim, im Raum Güstrow und in Vorpommern herrscht derzeit die Waldbrandgefahrenstufe 3 und 4, mittlere und hohe Gefahr. In einzelnen Regionen wird nach Pfingsten sehr wahrscheinlich die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. In den weiteren Landkreisen besteht eine geringere jedoch nicht zu unterschätzende Waldbrandgefahr.

"Die Waldbrandgefahrensituation wird sich auch über Pfingsten hinaus weiter verschärfen. Es gilt daher, bei den Ausflügen ins Grüne, den beliebten Lagerfeuern oder beim Grillfest besondere Vorsicht walten zu lassen", appelliert Minister Dr. Till Backhaus an die Bürger und Gäste unseres Landes. Es sei alles zu unterlassen, was zu einem Brand in der Wald- und Feldflur führen könnte. Die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen seien auch zu Pfingsten unbedingt einzuhalten. Dazu zählen:

  • Im und am Wald (Mindestabstand 50m) darf kein Feuer (auch kein Grillfeuer!) entzündet werden.
  • Nutzen Sie für Lagerfeuer und Grillabende nur ausgewiesene Grill- und Lagerfeuerplätze, auf denen Sie einen ausreichenden Brandschutz sichern können. Halten Sie dabei einen Mindestabstand zum Wald von 50m ein!
  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen! Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Das Befahren von Waldwegen und das Parken von Fahrzeugen auf Waldwegen und trockenen Wiesen sind zu unterlassen.
  • Aus betrieblichen Gründen anzulegende Feuer, im oder am Wald, sind ab Gefahrenstufe 4 zu unterlassen!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Seit April 2014 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweit zuständige Waldbrandüberwachungszentrale. Mit den fortschreitenden technischen Möglichkeiten und unter dem Gesichtspunkt einer effizienteren Gestaltung der Waldbrandüberwachung wurden die bisherig 4 Überwachungszentralen Zusammenlegung. In der vernetzen Waldbrandüberwachungszentrale in Mirow werden die Daten von 21 Waldbrandüberwachungskameras zusammengeführt und ausgewertet sowie an die Leitstellen des Landes weitergeleitet. So werden 277.186 ha und somit 51,33 Prozent der Wälder des Landes überwacht.

„Im vergangenen Jahr ist es zu 18 Waldbränden gekommen, die rund 2 ha Wald schädigten. Seit 1990 kam es nur im Jahr 2007 mit 17 Bränden zu noch weniger Bränden. Dabei ist die Fläche pro Brand sehr gering (0,11 ha/Brand)“, kommentiert der Minister den günstigen Verlauf im Vorjahr. Dieses ist ein sicheres Zeichen für eine schnelle Branderkennung, Alarmierung und Aufnahme der Bekämpfung. „Die Effizienz unserer Waldbrandüberwachungssysteme und die gut Zusammenarbeit der Forst mit den Leitstellen und Feuerwehren im Land liefern dafür die Basis“, ist sich der Minister sicher. „Jedoch trägt jeder Bürger und Gast in Mecklenburg-Vorpommern die größte Verantwortung, wenn es um die Verhütung und Vermeidung von Waldbränden geht!“ betont Minister Dr. Till Backhaus.

Weitere Informationen zur Waldbrandgefahr in Mecklenburg-Vorpommern gibt es im Internet: www.wald-mv.de. (regierung-mv)

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