11.09.2015 | 21:40:00 | ID: 21014 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Virtuelles Wasser sparen und das Klima schützen

Wiesbaden (agrar-PR) - Ministerin Priska Hinz eröffnet in Gießen eine Ausstellung zu virtuellem Wasser

„Hessen will beim Klimaschutz eine Vorreiter-Rolle übernehmen. Das ist gut für das Klima, gut für unsere natürliche Lebensgrundlage und gut für den Wohlstand unserer Bürgerinnen und Bürger. In unserem Alltag können wir alle mithelfen und das Klima schützen. Nicht nur indem wir Wasser aus dem Wasserhahn sparen, sondern auch indem wir virtuelles Wasser sparen“, so Klimaschutzministerin Priska Hinz in Gießen.

Hinz eröffnete als Schirmherrin die neue Sonderausstellung mit dem Titel „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst - Virtuelles Wasser begreifen“ im Mathematikum in Gießen. Virtuelles Wasser ist das Wasser, das in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen verwendet wird. „Als Ministerin für Umwelt und Klimaschutz liegt mir das Thema virtuelles Wasser sehr am Herzen. Mit 4.000 Liter pro Tag nutzen wir etwa 30-mal mehr virtuelles als reales Wasser“, so Umweltministerin Hinz. Denn unser Import von Tomaten aus Südspanien oder Baumwolle aus der Aralseeregion hat in den teils wasserarmen Herkunftsländern dieser Produkte einen hohen Wasserverbrauch zur Folge.

„Mit unserem virtuellen Wasserbezug verschärfen wir die Wasserknappheit und die Wasserkonflikte in den halbtrockenen, niederschlagsarmen Regionen der Erde. Deshalb müssen wir dringend gegensteuern“, führte die Ministerin aus. 

Als Weltmeister im Wassersparen müsste Deutschland über den nationalen Tellerrand hinausgucken, um die globalen Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen und zu schützen. „In hessischem Streuobst steckt wesentlich weniger virtuelles Wasser als in einer Tomate aus Südspanien. Wenn wir auf regionale Produkte setzen, können wir das Klima und die Umwelt schonen und gleichzeitig unsere hessische Landwirtschaft stärken“, appelliert Hinz.

Das Umweltministerium unterstützt Projekte zum virtuellen Wasser im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seinen eigenen virtuellen Wasserverbrauch reduziert das Ministerium z.B. durch die Verwendung von Recyclingpapier und spart so jedes Jahr etwa 10.000 m³ Wasser ein. „Ich freue mich sehr über die Ausstellung im Mathematikum in Gießen. In diesem Rahmen können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Thematik informieren“, lobt Hinz die Ausstellung. (umwelt-hessen)

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