14.01.2022 | 11:33:00 | ID: 32060 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Von A wie Arnika bis Z wie Zwergfledermaus: Hessen vereint und stärkt Naturschutz in einem Zentrum für Artenvielfalt

Wiesbaden (agrar-PR) - 1,5 Millionen Euro fließen zusätzlich in die Zusammenarbeit zum Schutz der Artenvielfalt
Das Hessische Umweltministerium stärkt seine Landesfachbehörde für Naturschutz: Zum 1. Januar 2022 nimmt das neue Zentrum für Artenvielfalt seine Arbeit auf. „Der Schutz unserer Artenvielfalt gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Dieser Herausforderung begegnen wir mit einem neuen Zentrum für Artenvielfalt. Damit stärken wir den Naturschutz in Hessen und stellen den Erhalt der Artenvielfalt in den Mittelpunkt,“ erklärte Umweltministerin Priska Hinz heute anlässlich einer digitalen Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Zentrums in Wiesbaden.

„Wir schaffen mit dem Zentrum für Artenvielfalt eine Institution, bei der alle Informationen über die Tiere und Pflanzen in Hessen zusammenlaufen. Wissenschaftliche Expertinnen und Experten werten diese Informationen anschließend aus, ziehen Schlüsse für den Naturschutz, arbeiten zusammen mit weiteren Forschungsinstitutionen, wie z.B. im Lore-Steubing-Institut und erarbeiten Handlungsempfehlungen für die Politik. Die dazugehörige Naturschutzakademie bereitet dieses Wissen für den ehrenamtlichen und beruflichen Naturschutz auf. Wir bündeln so den Sachverstand, verzahnen Verwaltung, Wissenschaft und Ehrenamt und stellen zusätzliche Mittel und Personal zur Verfügung,“ ergänzte die Ministerin.

„Blühende Obstbäume, der Gesang der Nachtigall oder farbenprächtige Schmetterlinge - die Vielfalt der Natur von A wie Arnika bis Z wie Zwergfledermaus bereichert unser Leben. Es ist aber auch genau diese Vielfalt, die den Schutz der Natur zu einer komplexen Aufgabe macht und für die es großen Sachverstand braucht. Die Bündelung der Naturschutzexpertise kommt der Natur zu Gute und hilft gleichzeitig, Planungen für unvermeidbare Eingriffe von vorneherein naturschonend zu gestalten,“ so Hinz.

Das Zentrum für Artenvielfalt ist beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) angesiedelt. Dort gibt es bereits umfassendes Wissen zu Klimawandel, Boden und Wasser, was mit den Erkenntnissen aus dem Naturschutz zusammengeführt werden kann. Neben der Abteilung Naturschutz des HLNUG und dem Wolfszentrum werden dort im neu gegründeten Zentrum für Artenvielfalt auch die Staatliche Vogelschutzwarte und die Naturschutzakademie Hessen sowie eine wildbiologische Forschungsstelle zusammenarbeiten. Das neue Zentrum für Artenvielfalt mit sechs Dezernaten und insgesamt 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat seinen Sitz derzeit in Gießen und Wetzlar. Im Laufe dieses Jahres wird das Personal um 5 weitere Stellen verstärkt. Über eine Zusammenführung an einem neuen Standort ist noch nicht entschieden.

HLNUG-Präsident Prof. Dr. Thomas Schmid: „Dies ist ein bedeutender Schritt für den Naturschutz in Hessen. Wir haben nun erstmals alle Arten und sämtliche dazugehörigen Daten unter einem Dach, auch die Vögel sind mit dabei. Wir werden im Rahmen des Lore-Steubing-Instituts die praxisorientierte Forschung ausbauen und uns gezielt und intensiv um besonders schützenwerte Arten kümmern. Das Zentrum für Artenvielfalt am HLNUG ist damit die neue starke Stimme für Biodiversität und Naturschutz in Hessen.“

Weitere Informationen: https://www.hlnug.de/themen/naturschutz
Pressekontakt
Frau Ira Spriestersbach
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