24.08.2016 | 11:30:00 | ID: 22812 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Waldbrandgefahr steigt an heißen Tagen

Bonn (agrar-PR) - Vorsicht: Ein Funke genügt!

Wenige warme oder heiße Tage reichen, um die Waldbrandgefahr rasch ansteigen zu lassen.  Wer jetzt den schattigen und kühlen Wald in den nächsten Tagen aufsuchen möchte, sollte einige Verhaltensregeln beachten. Besonders in den weitläufigen Kiefernwälder in Brandenburg, im südlichen Mecklenburg-Vorpommern, Nordsachsen, Sachsen-Anhalt und im nördlichen Niedersachsen ist die Waldbrandgefahr groß. Außerhalb dieses Gürtels liegen weitere kleinere, stark brandgefährdete Gebiete in der Schleswig-Holsteinischen Geest, der Oberpfalz, dem Nürnberger Reichswald und in der Oberrheinebene.

Bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können bei  Trockenheit und Hitze Brände in Wald und Landschaft auslösen. Trockene Nadelstreu, langes und trockenes Gras sowie Äste beschleunigen die Ausbreitung von Bränden. Im Durchschnitt entstehen zwei Drittel der Brände durch menschliches Fehlverhalten. Nur 6 Prozent der Waldbrände in Deutschland haben eine natürliche Ursache (z.B. Blitzschlag).

An folgende Regeln müssen sich deshalb alle Waldbesucher halten:

  • Achten Sie bitte darauf, dass das Rauchen im Wald in vielen Bundesländern vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten ist (in Sachsen-Anhalt vom 15. Februar bis 15. Oktober). In den Wäldern von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen herrscht sogar ein ganzjähriges Rauchverbot.
  • Kein Feuer im und am Wald entzünden (auch kein Grillfeuer!), nur an ausgewiesenen Grillplätzen.
  • Keine Zigaretten aus dem Auto werfen.
  • Eine weitere Gefahr geht von heißgelaufenen Katalysatoren aus. Pkw, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge dürfen deshalb nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.
  • Auch der Müll ist aus Sicht des Brandschutzes ein Thema. Jede weggeworfene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brandherd werden.
  • Waldbrände müssen unverzüglich der Feuerwehr (Tel. 112) oder der lokalen Forstdienststelle gemeldet werden.

Am 5. Dezember 1947 wurde die SDW in Bad Honnef gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Heute sind in den 14 Landesverbänden rund 25.000 aktive Waldfreunde organisiert. Das Heranführen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an den Wald ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Besonders erfolgreich sind die Waldjugendspiele, Waldmobile, Waldschulen, Schulwälder, die SDW-Waldpädagogiktagungen und die erfolgreichen waldpädagogischen Projekte SOKO Wald, SOKO Zukunft und die Klimakönner.

Sabine Krömer-Butz
Pressereferentin                     

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