23.08.2016 | 17:10:00 | ID: 22808 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Waldbrandwarnsystem „Fire Watch“ ist Exportschlager, Fachleute aus Chile zu Gast in Waldbrandzentrale

Potsdam (agrar-PR) - Eine Delegation aus Chile hat sich jetzt das Brandenburger Waldbrandwarnsystem „Fire Watch“ von Fachleuten vor Ort im Praxiseinsatz erläutern lassen.
Brandenburgs Landesbetrieb Forst verfügt über 15 Jahre Praxiserfahrung mit dem System, das international viel Beachtung findet.

Chile´s größter Waldbesitzer, die Firma ARAUCO Forestal, will prüfen, ob ab dem kommenden Jahr ein Testbetrieb der Waldbrandfrüherkennung in den großflächigen Kiefern- und Eukalyptuswäldern in Chile möglich ist. Für die Chilenischen Waldbrandexperten war der Aufenthalt beim Landesbetrieb Forst eine wichtige Entscheidungshilfe.

ARAUCO Forestal besitzt mehr als eine Million Hektar  Wald in Chile, das ist etwa so viel Waldfläche wie im gesamten Land Brandenburg. Mit weiteren 600.000 Hektar Wald in den angrenzenden Ländern Brasilien, Argentinien und Uruguay zählt das Forstunternehmen ARAUCO zu einem der größten Forstbetriebe der Welt. Allein in Chile verzeichnet ARAUCO jedes Jahr mehr als 1.600 Waldbrände.

Von rund 100 Feuerwachtürmen aus überwachen „Firespotter“ (Beobachter) die riesigen Waldflächen.  Die Waldbrandüberwachung in Chile ist vergleichbar mit der in Brandenburg in den 90er Jahren. ARAUCO informierte sich im Landesbetrieb Forst, wie heute die Früherkennung mit dem System „Fire Watch“ funktioniert.

In der Zentrale Wünsdorf werden die Meldungen von insgesamt 31 Kameras (landesweit 109 Systeme) ausgewertet, die dort eine Waldfläche von rund 400.000 Hektar nach Rauchentwicklungen abscannen. Sobald die Sensoren über den Baumwipfeln eine Rauchwolke ausmachen schlägt das System automatisch Alarm. Ein Mitarbeiter des Landesbetriebs überwacht bis zu sechs Sensoren. Der Landesbetrieb Forst, die Berliner Herstellerfirma IQ-wireless GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) testen derzeit schon eine neue Generation an optischen Sensoren und neuer Software, die noch genauer arbeiten. 

Die chilenischen Gäste konnten sich im Praxisbetrieb darüber informieren, wie das System funktioniert und sich mit dem Landesbetrieb über nunmehr 15 Jahre Praxiserfahrung austauschen. „Fire Watch“ ist ein Berlin-Brandenburger System, was immer öfter weltweit zum Einsatz kommt. Erst in diesem Jahr hatte die Slowakei die Entscheidung getroffen die Waldbrandfrüherkennung auf „Fire Watch“ umzustellen. 18 Systeme wurden hier ausgeliefert und installiert. Zuvor hatte Kasachstan das System „Fire Watch“ großflächig eingeführt. Eine Technik, die weltweit nachgefragt ist und einen Beitrag zum Schutz der Wälder leistet. (mlul-brandenburg)
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