03.09.2018 | 14:03:00 | ID: 25981 | Ressort: Umwelt | Unternehmen

Deutscher Wetterdienst als Mitglied des NinJo-Konsortiums ausgezeichnet

Offenbach/Budapest (agrar-PR) - Verleihung des Technologie-Preises der Europäischen Meteorologischen Gesellschaft
Die Europäische Meteorologische Gesellschaft (EMS) verleiht heute im Rahmen ihrer jährlichen Tagung den Technologie-Preis an das NinJo-Konsortium. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) startete gemeinsam mit dem Geoinformationsdienst der Bundeswehr im Jahr 1999 die Entwicklung des meteorologischen Arbeitsplatzsystems NinJo. Zwischen 2001 und 2003 traten die nationalen Wetterdienste der Schweiz, Dänemarks und Kanadas dem Konsortium bei. Zudem nutzen heute weitere Wetterdienste sowie zahlreiche nationale und internationale Einrichtungen NinJo.

Das Software-System NinJo verarbeitet alle aktuell verfügbaren meteorologischen Daten sowohl für die Wettervorhersage als auch für die Erstellung von Wetterwarnungen. „Als Mitbegründer von NinJo sind wir sehr stolz darauf, diese Auszeichnung zu erhalten“, sagt Hans- Joachim Koppert, Vorstandsmitglied des DWD und Leiter des Geschäftsbereichs Wettervorhersage, der gleichzeitig erster Projektleiter bei NinJo war. Koppert weiter: „NinJo wurde auf der Basis einer offenen und erweiterbaren Softwarearchitektur entwickelt. Dies machte es für viele der heutigen Partner attraktiv, da eine Anpassung an lokale Anforderungen leicht möglich ist. NinJo unterstützt uns bei allen unseren Aufgaben, es ist sozusagen unser Betriebssystem für meteorologische Anwendungen.“

NinJo erleichtert die Arbeit der Vorhersagemeteorologen

NinJo ist in der Lage, alle Arten meteorologischer Beobachtungs- und Vorhersagedaten zu verarbeiten und auf dem Bildschirm grafisch zu präsentieren. NinJo erleichtert damit signifikant die Arbeit der Vorhersagemeteorologinnen und -meteorologen, da es die täglich neu eintreffenden zwei Terabyte an Daten übersichtlich verarbeitet und prä-sentiert. Zu diesen gehören im Wesentlichen Daten von Wetterstationen wie zum Beispiel Temperatur, Druck, Niederschlag; Messdaten von Schiffen, Flugzeugen, Wetter-ballonen und Meeresbojen; Daten der DWD-eigenen und weiterer europäischer Wetterradarstationen, des weltumspannenden Netzwerks von Wettersatelliten sowie eines europaweiten Messnetzes für Blitze; die Analysen und Vorhersagen verschiedener Wettervorhersagemodelle weltweit bis zu zehn Tagen und für Mitteleuropa mit deutlich höheren Genauigkeit bis zu 27 Stunden im Voraus; Daten zur Kürzestfristvorhersage bis 6 Stunden im Voraus zur frühzeitigen Erkennung extremer und warnwürdiger Ereignisse wie Starkniederschlag, Sturm, Gewitter, oder Glätte. Über NinJo ist es möglich, die verschiedenartigen Daten in Form von so genannten Layern zu überlagern und gemeinsam darzustellen. Auf dieser Basis können mit NinJo unterschiedlichste Daten, Karten und Warnungen für eine Vielzahl von Kunden wie insbesondere des Katastrophenschutzes und der Luftfahrt erstellt werden.

Diese Vorzüge des Softwareprogramms haben die Europäische Meteorologische Gesellschaft (EMS) dazu bewogen, das NinJo- Konsortium für den diesjährigen Technologie-Preis auszuwählen. „Das meteorologische Arbeitsplatzsystem NinJo ist als wesentlicher Beitrag zur Meteorologie anerkannt: Es ist ein innovatives und in vieler Hinsicht universell einsetzbares System, das Wetter zu überwachen sowie Vorhersagen und Warnungen zu erstellen. Insofern ist es von höchster Bedeutung, wenn es darum geht, einer Vielzahl von Nutzern aus unterschiedlichen Bereichen täglich meteorologische Informationen zur Verfügung zu stellen. NinJo hat seine hervorragende Qualität bei der täglichen Erstellung von zahlreichen Vorhersagenprodukten umfassend bewiesen, und dies auch in kritischen Wetterlagen. Das System ist zudem in jedem Betriebsumfeld einsetzbar.“ So heißt es in der Begründung der EMS zur Preisvergabe.

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