23.05.2014 | 11:05:00 | ID: 17805 | Ressort: Umwelt | Wissenschaft & Forschung

In Sachsen blitzt es häufiger

Dresden (agrar-PR) - Studie erforscht Ursachen und Phänomene von Blitzen in Sachsen
Sachsen gehört zu den blitzreichsten Regionen in Deutschland. Einer aktuellen Studie zufolge werden hier durchschnittlich etwa 3,5 Blitze pro Quadratkilometer und Jahr gemessen, in Thüringen sind es vergleichsweise nur 1,5 Blitze. Gewitter und Blitzaktivitäten bergen hohe Risiken für Umwelt und Gesellschaft. Bedeutend sind dabei die Stromstärke, die Anzahl der Blitze und Begleiterscheinungen wie Hagel, Windböen oder Starkregen.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat die Blitzaktivitäten in Sachsen durch das Interdisziplinäre Ökologische Zentrum an der TU Bergakademie Freiberg untersuchen lassen. Ebenso erfolgte ein Einstieg in die Zusammenhänge zwischen der Blitzintensität und den Klimaparametern beziehungsweise Landnutzungen.

Die Ergebnisse zeigen für den Beobachtungszeitraum von 1999 bis 2012 starke jährliche Schwankungen auf. Zwar seien hierbei keine Muster erkennbar, deutlich würde aber ein leichter Trend zu einer Zunahme der Blitzhäufigkeit pro Tag. Räumlich bestehen sehr hohe mittlere Blitzdichten im Osterzgebirge und höhere Blitzdichten im Übergangsbereich zu Südbrandenburg. Blitzintensive Großwetterlagen sind westliche, südwestliche und südliche Anströmungen.

Die Landnutzung und mittlere jährliche Klimaparameter sind für die Blitzdichte aktuell nicht entscheidend. Die für den beobachteten Zeitraum zugrunde liegenden Datenreihen des Blitzinformationsdienstes Deutschland (BLIDS) ließen den Wissenschaftlern zufolge noch keine Rückschlüsse darauf zu. Für die Zukunft sei aber die Beeinflussung der Gewitterhäufigkeit durch die Erwärmung der Atmosphäre nicht auszuschließen.

Die Studie „Blitzaufkommen im Freistaat Sachsen“ steht zum Download im Internet bereit. https://www.publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/21713 


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