24.02.2022 | 11:54:00 | ID: 32423 | Ressort: Verbraucher | Gesundheit

Beim Fasten ist Trinken das A & O

Leipzig (agrar-PR) - Körper benötigt fehlendes Wasser aus fester Nahrung
Am 2. März beginnt die christliche Fastenzeit. Alljährlich nutzen Gläubige die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern, um mit sich selbst, ihren Mitmenschen oder Gott ins Reine zu kommen. Immer mehr Menschen jedoch entscheiden sich auch unabhängig von religiösen Hintergründen, einmal im Jahr komplett auf feste Nahrung oder Genussmittel zu verzichten. Ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, vor allem Wasser, ist dabei unerlässlich.

Die zentrale Idee des Fastens ist der bewusste Verzicht, mit dem der Fastende seinen Alltag unterbricht. Das Fasten soll die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, ihn reinigen und regenerieren. Doch wer, wie bei vielen Fastenformen üblich, auf feste Nahrung verzichtet, nimmt auch keine Flüssigkeit über Lebensmittel auf. "Dem Körper fehlen so etwa 1,2 Liter Wasser am Tag, die er normalerweise aus der Nahrung bezieht und die durch das Verbrennen von Fetten und Kohlehydraten während der Verdauung entstehen", so Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser. "Da bereits der Verlust von zwei bis drei Prozent Körperwasser zu schweren Mangelerscheinungen führen kann, ist es enorm wichtig, dieses Wasserdefizit durch die Aufnahme von zusätzlicher Flüssigkeit auszugleichen."

Wasser und Tee bei Nulldiät

Bei der sogenannten Nulldiät ist dafür neben kalorienfreiem Trinkwasser auch Tee erlaubt. Diese strengste Form des Fastens unterbindet auch eine Vitamin- und Mineralstoffzufuhr. Bei kurzen Fastenzeiten von wenigen Tagen kann der Körper auf Reserven zurückgreifen und den Nährstoffmangel ausgleichen. Fastet man jedoch über einen längeren Zeitraum, können Kreislaufprobleme, Müdigkeit, Muskelkrämpfe oder Kopfschmerzen auftreten und Muskeleiweiß wird abgebaut. Daher sollte das Nullfasten unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Beim modifizierten Fasten wird ebenfalls keine Nahrung aufgenommen, jedoch sind Shakes oder Suppen mit einem hohen Eiweißgehalt erlaubt. So soll die Mindestversorgung garantiert und der Abbau von körpereigenem Eiweiß verhindert werden. Außerdem wird das Gehirn mit Kohlenhydraten versorgt. Leistungsfähigkeit und persönliches Wohlbefinden sind meist deutlich besser als beim strengen Fasten. Aber auch hier gilt: immer ausreichend Wasser trinken!

Dr. Stefan Koch verweist auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE: "Die Experten empfehlen bei normaler Ernährung 1,5 bis 2 Liter am Tag, um den natürlichen Wasserverlust auszugleichen, der durch Schwitzen, Atmen und unsere Ausscheidungen entsteht. Fastet man, muss diese Menge mindestens um die 1,2 Liter Wasser ergänzt werden, die der Körper normalerweise aus der festen Nahrung bezieht."

Heilfasten nach Buchinger besonders populär

Die geläufigste Fastenart ist wohl das Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger. Hier wird an den sogenannten Entlastungstagen nur leichte Kost wie reife Äpfel, Reis oder Naturjoghurt gegessen. Parallel wird der Darm mit abführendem Glaubersalz gereinigt. Natürlich geht dem Körper auch dabei eine große Menge Flüssigkeit verloren. Diese kann beim Heilfasten durch Kräutertees und Trinkwasser, aber auch durch Gemüsebrühe und viele frische Obst- und Gemüsesäfte wieder aufgefüllt werden.

Verbreitet ist inzwischen auch das sogenannte Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt. Wer so fastet, verzichtet tage- oder stundenweise (5:2 oder 16:8) auf Nahrung und isst in den "Ess-Phasen" so wie gewohnt. Der Flüssigkeitsverlust durch fehlende Nahrung ist damit gering. Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser: "Natürlich sollte man auch hier während der kurzen Fastenzeit Wasser zu sich nehmen, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten. Über den Tag verteilt mindestens 1,5 bis 2 Liter zu trinken, ist aber für jedermann wichtig, unabhängig davon, wieviel Nahrung er zu sich nimmt."

Übrigens: Fasten muss sich nicht nur auf Lebensmittel beziehen. Viele Fastende verzichten beispielsweise für eine bestimmte Zeit auf Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten, auf Fernsehen oder das Smartphone und berichten dabei von einem gesteigerten Wohlbefinden oder sogar Glücksgefühlen.

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