07.04.2011 | 16:55:00 | ID: 9016 | Ressort: Verbraucher | Veranstaltungen

LIGNA HANNOVER 2011: Handwerk, Holz & mehr

Hannover (agrar-PR) - Hightech kompakt: Einstiegschance für das Holz-Handwerk
Umweltpolitik, Ressourcenverknappung und das schwere Jahr 2009 haben Ihre Wirkung auf die Hersteller von Fertigungstechnik nicht verfehlt. Mehr denn je zielen Innovationen auf die Wirtschaftlichkeit ab. Die kleinen Betriebe profitieren davon in ungewohntem Ausmaß: Fast zeitgleich mit dem Industrieprodukt werden neu entwickelte Technologien und Verfahren auch für den handwerklichen Bedarf zugeschnitten. Die kommende Leitmesse LIGNA HANNOVER vom 30. Mai bis zum 3. Juni 2011 bietet unter dem Thema „Handwerk, Holz & mehr“ eine einzigartige Gelegenheit, sich über den neuen attraktiven Markt zu informieren.

Kompromisse eingehen war gestern: Kleine und mittlere Betriebe können mittlerweile auf Spitzentechnik zurückgreifen, die kürzeste Durchlauf­zeiten erlaubt, sich dabei aber durch kompakte, Platz sparende Bauweise auszeichnet und dazu noch recht preiswert in der Anschaffung ist. Wer investiert, wird mit höherer Effizienz, aber auch Präzision im Millimeterbereich und mit mehr Flexibilität belohnt.

Beim Sägen geht der Trend zu hochautomatisierten Maschinen, die verschnittoptimierte Zuschnittpläne importieren können und selbst­ständig abarbeiten. Integrierte Optimiersoftware findet sich inzwischen schon bei kleinen Formatkreissägen. Intelligente Details wie kameragesteuerte Vorritzsägeeinstellung erleichtern und verbessern die Arbeit mit der Plattenaufteilsäge.

CNC-Technik ist mittlerweile nicht nur erschwinglich, sondern auch für den Einsteiger zu bewältigen. Dafür sorgt vor allem die immer komfortablere Bediener-Software. So werden vor allem die neuen Mini-BAZ wie auch kompakte Fenstermaschinen interessant, die nicht einmal mehr zehn Quadratmeter Standfläche benötigen. Vor kurzem noch absolutes Highend-Produkt, ist die Fünfachstechnik heute bereits in kleinen Maschinen integriert. Für die Realisierung anspruchsvoller Bearbeitungen ist sie eine wichtige Option. Vermehrt kommen darüber hinaus Multitalente auf den Markt, die mehrere Funktionen in sich vereinen oder die simultane Bearbeitung mehrerer Werkstücke erlauben.

Hightech-Verfahren wie Laser setzen sich an allen Fronten durch: Im Zuschnitt wird die Technik für die Kennzeichnung der Bretter bei der Optimierung eingesetzt, in der Werkstoffbearbeitung zum Schneiden. Beim vierseitigen Hobeln der Zukunft werden die Spindeleinstellungen auf das Werkstück projiziert und können mit geringstem Aufwand optimiert werden. Resultat sind maximale Ausbeute und weniger Ausschuss. Die echte Revolution findet jedoch bei der Bekantung von Trägerplatten statt. Hier rivalisieren Laser und kleberlose Plasmatechnik miteinander um die beste Lösung zur Erzielung der Nullfuge und damit höchste Möbelqualität. Neue Maschinen zur Vorbereitung herkömmlicher Kantenbänder auf die Laser-Bekantung könnten die Entscheidung für den Handwerksbetrieb leichter machen. Harter Wettbewerb droht allerdings von einem neuartigen Beschichtungsverfahren auf Schmelzkleber-Basis.

In der Oberflächenbearbeitung macht die in der Industrie bewährte Diagonal-Schleiftechnik auf sich aufmerksam. Halogentrocknung hilft kleinen Betrieben, lange Durchlaufzeiten zu vermeiden, und kann mittlerweile sogar über mobile Anlagen eingesetzt werden.

Energie- und Ressourceneffizienz ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Neuentwicklungen. Energierückgewinnung durch intelligente Restholzverwertung, Optimierung bei Absaugung, Pneumatik, Elektrik und Antriebstechnik machen hohe Einsparungen genauso möglich, wie die immer perfektere Dosierung des Leimauftrags. Wasserlacke aus nachwachsenden Rohstoffen sind eine klare Ansage im Kampf gegen die Umweltverschmutzung.

Die Holz-Verknappung rückt den Leichtbau in den Blickpunkt. Dabei spielen Lösungen mit Holz-Substitution durch andere nachwachsende Rohstoffe eine wichtige Rolle. Elektrifizierung und integrierter Schallschutz eröffnen gute Marktchancen. Moderne Imprägnierverfahren, modifizierte Hölzer und WPC im Außenbereich tragen dazu bei, den Rohstoff Holz attraktiver zu machen. Auch hier zeigt die LIGNA HANNOVER den Stand der Technik.

Doch längst geht es für den Schreiner, Tischler und Zimmerer nicht mehr allein um Maschine und Werkstoff. Moderne wirtschaftliche Fertigung verlangt zunehmend computergestützte Gestaltung, Planung und Logistik. Besonders in der Anbindung von Lagersystemen an die Produktion bieten sich gute Ansätze für mehr Effizienz.

Als internationale Leitmesse vereinigt die LIGNA alle führenden Hersteller und Dienstleister unter ihrem Dach. Einen zusätzlichen Akzent setzen die Gewinner aktueller Innovationspreise. Die Spanne reicht von neuer Verbindungs-Technologie für die Möbelfertigung bis zum kompakten Vierseiter, der angetreten ist, die Ära von Abrichte und Dickte zu beenden.
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