16.02.2012 | 13:15:00 | ID: 12223 | Ressort: Verbraucher | Veranstaltungen

Minister Bonde besucht auf der BioFach 2012 in Nürnberg baden-württembergische Betriebe

Nürnberg (agrar-PR) - Alexander Bonde: "Im Bio-Boom liegt eine große Chance für unsere heimischen Betriebe - Landesregierung unterstützt alle Betriebe, die Marktchancen ergreifen und Regionalanteil bei Bio ausbauen".

Aigners Bio-Appell bisher nicht durch konkretes Handeln der Bundesregierung unterlegt

 "Die Bio-Branche kann selbstbewusst in die Zukunft schauen: Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt rasant an, und die Bio-Landwirte in Baden-Württemberg können mit bester Qualität aufwarten", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Donnerstag (16. Februar) bei seinem Besuch auf der diesjährigen Biofachmesse (BioFach) in Nürnberg. 83 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg würden gerne heimische Bio-produkte kaufen. Allerdings könne die Nachfrage der Baden-Württemberger nach Bio-Produkten derzeit bei weitem nicht alleine aus dem Land bedient werden, so der Minister: "Hier liegt eine große Chance für unsere heimischen Betriebe. Die grün-rote Landesregierung unterstützt alle, die diese Chance auf einem zunehmend umkämpften, aber kaufkräftigen Markt vor unserer Haustüre sehen und ihren Betrieb auf ökologischen Landbau umstellen wollen."

 Insbesondere der biologische Landbau vereine in sich viele positive und förderungs-würdige Leistungen für Natur und Umwelt, gerade auch im Hinblick auf Wasser- und Klimaschutz, sagte Bonde: "Als grün-rote Landesregierung haben wir deshalb unmittelbar nach dem Amtsantritt den von der Vorgängerregierung verhängten Förderstopp bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft wieder aufgehoben - die Betriebe brauchen Verlässlichkeit und Unterstützung in der schwierigen Phase der Umstellung", so der Minister.

 "Besonders freut mich, dass auch der Deutsche Bauernverband die Chancen und Bedeutung des Biolandbaus erkannt hat", lobte Bonde. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hatte zuvor in Nürnberg mehr Anbau-Flächen für Bio-Bauern in Deutschland gefordert. Bonde begrüßte zudem, dass Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) im Vorfeld der BioFach die deutschen Bauern zu einem stärkeren Engagement im wach-senden Geschäft mit Bioprodukten aufgerufen hat. "Die Ministerin macht es sich aber entschieden zu leicht, wenn sie den Ball hier einfach an die Länder weiterspielt und diese zu einer höheren Förderung des Öko-Landbaus auffordert", kritisierte der baden-württembergische Ressortchef. "Während Frau Aigner noch appelliert, haben wir in Baden-Württemberg längst gehandelt." In einem aktuellen Ranking des Bundesverbandes der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zur Fördersituation in den Bundesländern stehe Baden-Württemberg an zweiter Stelle.

 Zu Aigners rhetorischer Offensive passe nun allerdings gar nicht, dass die Bundesregierung gleichzeitig die Gesamtmittel für die Gemeinschaftsaufgabe

(GAK) zusammengestrichen habe. In der Folge stünden in Baden-Württemberg im Jahr 2012 ins-gesamt 15 Millionen Euro weniger Mittel beispielsweise für die Investitionsförderung von ökologisch wie auch konventionell wirtschaftenden Betrieben zur Verfügung. "Der Bund macht es uns Ländern also möglichst schwer, Aigners Appellen nachzukom-men. Allen schwarz-gelben Störmanövern zum Trotz bekennt sich Grün-Rot in Ba-den-Württemberg zur Förderung des ökologischen Landbaus", betonte der Minister.

 "Die baden-württembergischen Biobranche zeichnet sich durch viele leistungsfähige Unternehmen aus, die teilweise schon jahrzehntelang erfolgreich am Markt agieren", sagte Bonde. Dies werde in diesem Jahr auch durch die Verleihung des Demeterpreises "Produkt des Jahres 2012" an die Biomanufaktur Schwarzwald Bodensee ("Monte Ziego") und des Demeter-Ehrenpreises an die Molkerei Schrozberg eindrucksvoll unter Beweis gestellt, so der Minister abschließend.

Zum Hintergrund:

Auf der diesjährigen BioFach in Nürnberg, der weltweit größten Messe für Produzenten, Händler und Verkäufer von Öko-Produkten, präsentieren sich über

120 baden-württembergische Unternehmen und Organisationen. Zusammen mit Vertretern der baden-württembergischen Bioverbände und der MBW Marketinggesellschaft besuchte Minister Alexander Bonde am heutigen Donnerstag auf seinem Messerundgang Aussteller mit den Produktionsbereichen Fleisch, Milch, Obst, Gemüse sowie Teigwaren und Wein. In Kooperation mit der MBW präsentieren sich auf der Messe auch acht Unternehmen der baden-württembergischen Ernährungswirtschaft mit einem Gemeinschaftsstand unter dem Dach "Schmeck den Süden Baden-Württemberg".

Im Dezember 2011 ergab eine repräsentative Verbraucherbefragung, dass 83 Prozent der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg Bioprodukte aus dem Land gegenüber anderen Herkunftsorten den Vorzug geben.

Als die beiden wichtigsten Beweggründe hierfür gaben die Baden-Württemberger die damit verbundenen kürzeren Transportwege sowie den Verzicht auf Chemie im Produktions- und Verarbeitungsprozess an.

In Deutschland wird jeder zweite Bio-Apfel und jeder zweite Bio-Möhre aus dem Ausland importiert. (mlr)

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