10.02.2015 | 13:10:00 | ID: 19673 | Ressort: Verbraucher | Verbraucherschutz

Safer Internet Day 2015

Wiesbaden (agrar-PR) - Verbraucherschutz beginnt mit guter und verlässlicher Verbraucheraufklärung

„Das Bedürfnis hessischer Verbraucherinnen und Verbraucher nach Informationen für einen alltagstauglichen und sicheren Umgang mit den Gefahren von Sozialen Netzwerken ist hoch. Darüber darf die Politik nicht hinwegsehen und muss die entsprechenden Angebote vorhalten“, sagte Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz im Rahmen des Safer Internet Days in Wiesbaden.

Gemeinsam mit dem hessischen Innenminister Peter Beuth verdeutlichte Priska Hinz die Risiken die beim arglosen Umgang mit Sozialen Netzwerken entstehen können. „Identitätsdiebstahl in Sozialen Netzwerken, Phishing von Kontodaten oder Cyber-Mobbing im Internet. Das sind längst alltägliche Risiken, denen Internetnutzer ausgesetzt sind. Auch in Hessen. Umso wichtiger ist es, dass wir die Bürgerinnen und Bürger über den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Risiken informieren.

Die Nachfrage ist auf jeden Fall groß“, erklärte Priska Hinz. Bereits im November hatten das Verbraucherschutz- und das Innenministerium den Startschuss für eine Aufklärungstour durch Hessen mit dem Präventionsmobil der Polizei gestartet. Stationen waren dabei unter anderem Frankfurt, Fulda, Darmstadt, Butzbach und Langen.

Die parallel durchgeführte Aufklärungsserie im VerbraucherFenster wurde laut Hinz von den Verbrauchern ebenfalls gut angenommen. Bisher konnte das Hessische Verbraucherschutzministerium mehrere Tausend Zugriffe verzeichnen. Die Serie, die in Zusammenarbeit mit einem Experten des LKA durchgeführt wurde, behandelte unter anderem Themen wie falsche Gewinnversprechen, Identitätsdiebstahl, Cybermobbing, Fake-Shops, Abo-Betrug und Phishing-Mails.

„Die Zugriffszahlen im VerbraucherFenster zeigen einmal mehr, dass Information und Aufklärung die Grundsteine eines erfolgreichen Verbraucherschutzes sind“, so Priska Hinz. „Die Verbreitung von Smartphones und Tablets sorgt dafür, dass gerade junge Menschen, fast fortwährend online sind und dabei viel Privates in Sozialen Netzwerken Preis geben. Nicht immer in vollem Wissen um die Konsequenzen. Darum werden wir noch im Frühjahr ein neues Modul starten, das sich genau an diese Zielgruppe richtet“, kündigte Ministerin Priska Hinz an. Das Modul wird innerhalb des Projekts Alltagskompetenzen laufen. Neben Jugendlichen werden auch junge Familien angesprochen.

Über die Aufklärung hinaus gibt es aber noch weitere Stellschrauben, an denen gedreht werden kann um die Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet zu erhöhen. „Während wir von Unternehmen zu Recht hohe Sicherheitsstandards einfordern, planen einige Innenpolitiker, eklatante Sicherheitslücken in bestimmten Programmen vorzuschreiben. Das geforderte Verbot einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt Verbraucherinnen und Verbraucher völlig unnötigen Risiken aus. Es ist absurd, den Datenschutz gezielt schwächen zu wollen. Ich freue mich deshalb sehr, dass sich immer mehr Unternehmen aktiv für eine sichere Kommunikation ihrer Kundinnen und Kunden einsetzen“, betonte Priska Hinz. Zuletzt haben, auch auf öffentlichen Druck hin,  einige namhaften Unternehmen funktionierende sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt.

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