18.02.2013 | 20:10:00 | ID: 14535 | Ressort: Verbraucher | Verbraucherschutz

Verbraucherschutzministerium: Erste Untersuchungsergebnisse aus dem Landeslabor liegen vor

Wiesbaden (agrar-PR) - Im Landesbetrieb Hessisches Landeslabor sind bis heute insgesamt 112 Proben aus hessischen Zentrallagern und Großhandelsbetrieben eingegangen. Bei den Ämtern für Lebensmittelüberwachung waren Erzeugnisse wie Lasagne, Frikadellen, Hamburger und Beefburger, Cevapcici, Hackfleisch gefüllte Ravioli aus der Kühltheke und Hackfleisch beinhaltende Fertiggerichte angefordert worden. Bis heute wurden per DNA-Test 48 Proben auf Anteile von Pferdefleisch abschließend untersucht. Fünf Proben wiesen ein positives Testergebnis auf. Vier der fünf positiven Proben sind bereits aus den Rückrufaktionen der Lebensmittelunternehmen bekannt. Die entsprechenden Eigenkontrollergebnisse der Unternehmen wurden nun amtlich bestätigt. Neu in der Palette der verunreinigten Produkte ist ein Burger. Der Nachweis an DNA ist allerdings sehr gering, so dass von einer Verunreinigung im Herstellungsprozess ausgegangen werden kann. Die zuständige Überwachungsbehörde ist informiert und es wurden Nachproben angefordert.

Positive Testergebnisse gab es bei folgenden Produkten, die jedoch von den entsprechenden Unternehmen bereits vorsorglich aus dem Handel genommen wurden:

Metro: \"Lasagne Bolognese Capri 400g\"

Rewe: \"Rewe Chili con Carne 350g\"

Edeka: \"Gut & Günstig Lasagne Bolognese\"

Lidl: \"Gusto Tortelloni Rindfleisch\"

Das Landeslabor rechnet damit, dass die restlichen Proben bis Mitte der Woche ausgewertet sind.

Die Proben, in denen Pferdefleischanteile gefunden wurden, werden nun auf Phenylbutazon untersucht. Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht. Der Einsatz von Phenylbutazon ist bei Tieren, die der Fleischgewinnung dienen, verboten. Ziel ist es, mögliche gesundheitliche Gefahren ausschließen zu können. (HMUELV)
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