16.09.2009 | 15:00:00 | ID: 3422 | Ressort: Landwirtschaft | Agritechnica

Rückewagen bieten viel Flexibilität für Land- und Forstwirtschaft

Hannover (agrar-PR) - Große Vielfalt, doch auf die Sicherheit muss geachtet werden – Informationen im KWF/DLG-Infozentrum „Forst & Holz“ auf der Agritechnica in Halle 26

(KWF/DLG). Flexibilität ist Trumpf in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Landwirtschaftliche Traktoren gehören bei vielen forstlichen und landwirtschaftlichen Lohnunternehmern sowie bei zahlreichen Privatwaldbesitzern ohnehin schon zum Maschinenbestand. Sie dienen etwa für den Mulcher-, Grabenräum- und Mäheinsatz, für Transporte oder den Hackereinsatz. Immer beliebter wird jedoch auch die Kombination dieser Schlepper mit einem Rückewagen. Selbstwerber, Privatwaldbesitzer, aber auch immer mehr Lohnunternehmer nutzen das reichhaltige Angebot an Rückewagen. Doch was ist beim Kauf zu beachten und worauf kommt es an?

Den spezialisierten Rückezug kann ein Rückewagen nicht ersetzen. Auch bei der Arbeitsleistung steht er ihm nach. Rückewagen können aber eine sinnvolle Ergänzung für Lohnunternehmer sein. Nämlich dann, wenn sich wegen zu geringem oder zu verstreutem Hiebsanfall kein Spezialist lohnt. Auch im Bereich der Bioenergie ist ein Einsatz denkbar. Astmaterial und Holz, welches für die stoffliche Nutzung ungeeignet ist, kann für das anschließende Hacken einfach und schnell zusammen gefahren werden. Dem Selbstwerber und Privatwaldbesitzer bieten Rückewagen die Möglichkeit, Holz selbst zu rücken und zu transportieren. Dazu muss sich die Zulassung (nach StVZO) allerdings auch auf die Zuladung beziehen. Es ist sonst nicht erlaubt, den beladenen Rückewagen über öffentliche Straßen zu ziehen.
 
Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) stellte kürzlich fest, dass rund 80 Prozent aller auf dem Markt befindlicher Rückewagen sicherheitstechnische Mängel haben! Es gibt zahlreiche relevante Punkte für die Sicherheit, auf die im Rahmen der vom KWF durchgeführten FPA-Gebrauchswertprüfung geachtet wird. Das sind zum Beispiel die Kransteuerung, die Standsicherheit des Bedieners, die Hubmomente des Krans sowie die Dimensionen der Reifen und Räder. Auch auf die Rungen und die Ladegitterabmessungen und -festigkeit wird, um Unfälle zu vermeiden, genau geachtet. Für eine höhere Geländegängigkeit sollte eine Knickdeichsel vorhanden sein.
 
Fast alle Rückewagenmodelle sind derzeit mit einem Vier-Rad-Boogie-Fahrwerk ausgestattet. Möglichst große Reifen sollten den Rückewagen tragen. Je größer der Durchmesser der Reifen ist, desto besser ist die Geländegängigkeit (15 bis 22 Zoll). In Bezug auf die Reifenbreite sind 500er Reifen die richtige Wahl. Im Profieinsatz sollte zudem der als „Reifenrad“ bezeichnete eigene Antrieb am Rückewagen nicht fehlen.
 
Drei verschiedene Bremssysteme sind verfügbar. Neben den Druckluftbremsen gibt es hydraulische und mechanische Bremssysteme. Mit hydraulischen Bremsen ist das Fahren auf öffentlichen Straßen allerdings nur eingeschränkt gestattet. Die sicherste Lösung sind die Druckluftbremsen.
 

So groß die Auswahl auch ist, bei der Bauweise scheint es derzeit nur zwei Varianten zu geben. Ob die Rückewagenkonsole aus einem Zentralrohr oder einem Leiterholm besteht, hat allerdings kaum Vor- oder Nachteile. Dieser Unterschied ist rein konstruktionsbedingt. Umfangreiche Informationen zu allen Fragen rund um Rückewagen präsentieren die Fachleute des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) während der Agritechnica 2009 im KWF/DLG-Infozentrum Forst und Holz in Halle 26.

 

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Herr Friedrich W. Rach
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