17.02.2011 | 12:09:00 | ID: 8221 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

58. Württembergische Weinbautagung in Weinsberg

Weinsberg (agrar-PR) - Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: "Anbaustopp für Reben muss langfristig beibehalten werden um Erhalt der Weinbaulandschaften zu sichern."
"Der Weinbau hat in Baden-Württemberg eine breite gesellschaftliche Verankerung. Deshalb ist es dem Land besonders wichtig sich für den Weinbau einzusetzen. Daher hat die Landesregierung bereits im Vorfeld der Reform der EU-Weinmarktorganisation auf Bundes- und EU-Ebene den Erhalt der Anbauregelung, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Erhalts der weinbaulichen Steillagen, gefordert", sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Mittwoch (16. Februar 2011) bei der 58. Württembergischen Weinbautagung in Weinsberg (Landkreis Heilbronn).

Seit Jahrhunderten werde in Europa Wein auf ausgewählten Lagen im Einklang mit der Natur angebaut. Deshalb habe beim Wein die Herkunft und regionale Typizität sowie regionale Vermarktung, im Vergleich zu vielen anderen landwirtschaftlichen Produkten, einen ganz besonderen Stellenwert. Wesentlich mit dem Erhalt der gewachsenen Weinbaukulturlandschaft verbunden sei die Frage der Weiterführung des Anbaustopps für Reben. Nach Beschlüssen im Rahmen der Reform der Europäischen Weinmarktorganisation laufe der Anbaustopp für Reben Ende des Jahres 2015 aus.

"Im Rahmen der Halbzeitbewertung der Reform im Jahr 2013 können Inhalte der Reform korrigiert und gegebenenfalls revidiert werden", betonte Gurr-Hirsch. Der Verzicht auf die bestehenden Anbauregeln würde den Bemühungen um Förderung von Weinqualität und dem Erhalt gewachsener Kulturlandschaften und Weinbausteillagen zuwider laufen. "Der Verzicht auf diese bestehenden Anbauregeln für Reben würde in vielen Regionen Europas unweigerlich zur Entstehung einer Massenproduktion von Wein in einfacher zu bewirtschaftenden Flachlagen führen", so die Staatssekretärin.

Aktuell habe Baden-Württemberg zusammen mit Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern einen Entschließungsantrag im Bundesrat eingebracht mit der Aufforderung an die Bundesregierung, sich bei der Europäischen Kommission für eine Verlängerung der Pflanzungsrechtregelung bis 2025 einzusetzen und danach die Mitgliedsstaaten zu ermächtigen, national Anbauregeln festschreiben zu können.

Das Land unterstütze den heimischen Weinbau auf vielfältige Art und Weise. Maßnahmen zur Absatzförderung von Wein in Drittländern, die Förderung von Investitionen sowie die Modernisierung von Rebflächen, insbesondere der Hang- und Steillagenflächen, würden dabei im Vordergrund stehen. "Für das baden-württembergische Struktur- und Qualitätsprogramm Weinbau wurden 2010 rund 8,5 Millionen Euro aus EU-Mitteln bereitgestellt. Das ist ein Viertel des nationalen Weinbudgets des Jahres", erklärte Staatssekretärin Gurr-Hirsch. (PD)
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